Stolberg: Strengere Kriterien und ein neuer Rahmen für die Sportlerehrung

Stolberg: Strengere Kriterien und ein neuer Rahmen für die Sportlerehrung

Es gab Jahre, da wurde über den Modus der Sportlerehrung in Stolberg mehr gesprochen als über die Leistungen der ausgezeichneten Athleten. Von „Massenabfertigung“ war da angesichts der Vielzahl der Geehrten mitunter die Rede, und von Quantität statt Qualität.

Ende 2006 wurde die Notbremse gezogen und vom Stadtsportverband ein neuer Kriterienkatalog erstellt. Seitdem findet die alljährliche Veranstaltung im Herbst in einem deutlich überschaubareren Kreis statt. Richtige Zufriedenheit hat sich dennoch nicht eingestellt.

Das soll sich nun ändern: „Der Verwaltung ist es in intensiven Gesprächen gelungen, die Sparkasse Aachen als Sponsor für die Finanzierung der diesjährigen und zukünftigen Veranstaltungen gewinnen zu können“, erklärte der zuständige städtische Fachbereichsleiter Willi Seyffarth am Freitag gegenüber unserer Zeitung.

Der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen schlägt sich kurzfristig bereits auf die Wahl des Veranstaltungsortes nieder: Nachdem die Ehrungen lange Zeit im Rittersaal der Burg und im vergangenen Jahr erstmals in der „Kugel“ an der Breslauer Straße vorgenommen worden waren, laden Stadtsportverband und Stadt Stolberg nun in die Geschäftsräume des neuen Partners in der Rathausstraße ein. Als Termin ist der 11. Oktober vorgesehen, weitere Details zu Inhalt und Umfang des Programms soll es nach den Sommerferien geben.

Das gilt offenbar auch für den zukünftigen Rahmen der Sportlerehrung. „Es ist angedacht, die Auswahlkriterien ab 2014 zu überarbeiten“, bestätigt Willi Seyffarth. Die derzeit favorisierte Variante sieht vor, dass sich die Auszeichnungen demnächst auf jeweils drei Sportler und Sportlerinnen, eine weibliche und eine männliche Mannschaft sowie vier bis fünf Athleten aus dem Juniorenbereich beschränken. „Ein konkretes Profil der zu ehrenden Sportler wird vom Stadtsportverband erstellt“, kündigt der Fachbereichsleiter an.

Schon jetzt ist indes klar, dass der Auszeichnung eine öffentliche Wahl vorausgehen soll. Die Stolberger Bürger könnten dann anhand einer Vorschlagsliste die aus ihrer Sicht besten Sportler des Vorjahres bestimmen. Und darüber hinaus, wie es bereits jetzt möglich ist, auch selbst Vorschläge einbringen. Unter einer Bedingungen allerdings, wie der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Bert Kloubert, betont: „Es können nur Leistungen anerkannt werden, die Stolberg überregional als Sportstadt darstellen.“

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