Stolberg: Streit um Lohn: IG Metall will den Druck hochhalten

Stolberg: Streit um Lohn: IG Metall will den Druck hochhalten

Im Streit um die von Mitarbeitern der Stolberger Peltzer-Werke beklagten verspäteten Gehaltszahlungen will die IG Metall weiter eine harte Linie verfolgen. Zwar hätten die Kollegen, die beim Arbeitsgericht Aachen einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt hatten, ihre Löhne und Gehälter für den Dezember 2014 jetzt ausgezahlt bekommen.

„Das ist aber sicherlich nur geschehen, weil das Gericht schnell gehandelt und den ersten Verhandlungstermin bereits für den 27. Januar angesetzt hat“, betonte Martin Peters von der IG Metall auf Anfrage unserer Zeitung. „Diesem Druck der Kollegen, die mit Hilfe der IG Metall geklagt haben, hat der Arbeitgeber sich offensichtlich gebeugt und die Auszahlung veranlasst.“

Der Gewerkschaftssekretär hat sich in einem Schreiben am Mittwoch noch einmal an die Mitglieder gewandt und darauf verwiesen, „dass wir auch in Zukunft nicht nachlassen sollten, um euch zu eurem Recht auf eine pünktliche und vollständige Gehaltszahlung zu verhelfen“.

Die nächste Nagelprobe steht aus Sicht von Peters schon unmittelbar bevor: Die vor knapp zwei Wochen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung — ohne Beteiligung der Gewerkschaft — ausgehandelte Vereinbarung sehe vor, dass von Januar bis März 2015 die Löhne und Gehälter in zwei Teilbeträgen jeweils zu Beginn und Mitte des Folgemonats auszuzahlen seien.

„Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber sich verpflichtet hat, den ersten hälftigen Teilbetrag für Januar zum Beginn des Monats Februar zu überweisen. „Und da der 1. Februar in diesem Jahr ein Sonntag ist, muss das Geld am 2. Februar auf dem Konto sein“, stellt Martin Peters fest. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, werde die IG Metall ihre Mitglieder bei weiteren rechtlichen Schritten unterstützen.

Peters verspricht: „Wir werden dann vor Gericht durchsetzen, dass die Gehälter zukünftig in einem Betrag auszuzahlen sind. Das sieht die neue Betriebsvereinbarung im Falle eines Verstoßes gegen die pünktliche hälftige Bezahlung vor.“

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