Stolberg: Stolberger Wasserballer müssen sich geschlagen geben

Stolberg : Stolberger Wasserballer müssen sich geschlagen geben

Die erste Wasserball-Mannschaft des Stolberger SV konnte auch das dritte Oberliga-Spiel in Folge nicht gewinnen. Zwar ging man nicht als Favorit gegen den Tabellenführer, den Aachener SV, in die Partie, das 7:14 (1:2, 3:4, 2:3, 1:5) fiel dann in der Höhe aber dann doch etwas zu hoch aus.

Fünf Spieltage vor dem Saisonende steuert der SSV dennoch auf den dritten Tabellenplatz zu, was zu einer Wiederholung des historisch besten Ergebnisses aus dem Vorjahr führen würde.

Stolberg gegen Aachen, das war vor einigen Jahren ein mit Spannung erwartetes Lokalderby, in dem es regelmäßig hart und hoch her ging, mit sportlichen Lokalhelden auf beiden Seiten. Mittlerweile ist nicht nur die Spielweise beider Teams professioneller geworden, die Partie hat sich auch zu einem Duell zweier Philosophien verändert.

Während die Kupferstädter Oberligamannschaft bis auf Torwart Ben Lenertz ausschließlich aus dem Jugendnachwuchs des SSV sowie gelegentlicher Zugänge aus dem Bezirk besteht, hat der Aachener SV in den vergangenen Jahren immer wieder zahlreiche Neuzugänge aus höheren Ligen verzeichnen können.

So standen gegen Stolberg nur noch zwei ursprüngliche Aachener im Kader. Dem Aachener Trainer ist dafür Respekt zu zollen, aus einer Vielzahl vorübergehender Neuzugänge ein Team geformt zu haben, das nun den Aufstieg in die zweite Liga anvisieren kann.

Besondere Jugendförderung

Beim SSV ist man trotz der Niederlage optimistisch, mit einer exzellenten und nachhaltigen Jugendförderung auf dem richtigen Weg zu sein. Gleich 11 aktuelle Spieler des Oberligakaders wurden in der eigenen Jugend ausgebildet.

Zum Spiel: Drei Viertel gestaltete sich ein ausgeglichenes Lokalderby, in dem die Kupferstädter wie schon gegen Duisburg Schwierigkeiten in der Konzentration in den entscheidenden Momenten aufzeigten. Zu viele Kleinigkeiten sorgten in der Summe für einen konstanten Rückstand nach der zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Im letzten Spielabschnitt konnte man sich noch mal auf 7:9 herankämpfen, die breite Aachener Bank konnte gegen ermüdende Stolberger dann aber den „Sack zumachen“. Die Tore für den SSV erzielten Mark Braun (2), Sebastian Braun, Stefan Bergs, Stefan Sanft, Christian Schmitz und Kapitän Thomas Kreus (je 1).

Auch den Bezirkspokal musste der titelverteidigende SSV zumindest vorübergehend abgeben. Ohne mehrere Stammspieler angereist, war auch hier der ASV stärker, so dass sich Stolberg vor Eschweiler, Düren und Übach-Palenberg Silber sicherte. Immerhin: Länger als ein Jahr hat der Pokal im letzten Jahrzehnt nie außerhalb Stolbergs verweilt, so dass sich der Rekordpokalsieger schon auf das nächste Turnier 2019 freut. Torschützenkönig des Turniers wurde mit Tim Klos wieder ein Stolberger.

Die zweite Mannschaft hat hingegen einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Im Duell der Tabellennachbarn setzte sich der SSV knapp mit 9:7 gegen den SSF Bonn durch und kann wenige Spieltage vor Schluss die rote Laterne abgeben. Christian Schmitz (3), Lothar Kirschfink sowie Christian Töller, Florian Grümmer und Stephan Schorn erzielten dabei die SSV-Tore.

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