Stolberg: Stolberger THW hatte im vergangenen Jahr viel zu tun

Stolberg: Stolberger THW hatte im vergangenen Jahr viel zu tun

Die ehrenamtlichen Helfer des THW Stolberg blicken auf ein einsatzreiches und spannendes Jahr 2015 zurück, in dem sie in 524 Diensten 29.623 Dienststunden verrichteten. Davon fielen allein 4000 Einsatzstunden vor allem bei Hilfeleistungen für Asylsuchende an.

Der Ortsverein Stolberg des Technischen Hilfswerkes hatte dabei 2015 die dritthöchste Einsatzstundenzahl im Flüchtlingseinsatz aller Ortsverbände in Nordrhein-Westfalen. Dabei wurde neben dem Ausbildungsstand auch die Einsatzbereitschaft der Katastrophenschutzorganisation fortwährend verbessert.

Viele Aufgaben stehen beim Technischen Hilfswerk an. Darunter auch der Bau der Wasserversorgung in der Flüchtlingsunterkunft „Auf der Liester“.

So wurde das THW häufig im Bereich der Beleuchtung von Arbeits- und Einsatzstellen eingesetzt. Neben den gewöhnlichen Aufgaben des THW im Zivil- und Katastrophenschutz nimmt der Ortsverband Stolberg auch Aufgaben im Bereich der örtlichen Gefahrenabwehr (unter anderem Logistik und Hochwasserabwehr) wahr.

Durch die örtliche Gefahrenabwehr wird eine Unterstützung anderer Ortsverbände und Bedarfsträger bei der Versorgung und Verpflegung von Einsatzkräften und der Bekämpfung von Hochwasserlagen ermöglicht.

Um noch effizientere Hilfe leisten zu können wurden mehr als 25000 Euro in die Modernisierung der Ausstattung investiert. Davon konnten u.a. ein Hochwassersteg für Einsätze im Schnorrenfeld, eine Rettungssäge für die Öffnung von Dächern und moderne Scheinwerfer nebst Zubehör beschafft werden. Für das Jahr 2016 ist die Zuweisung eines neuen Stromerzeugers mit 50 KVA Leistung durch das Bundesinnenministerium angekündigt worden.

Bei der diesjährigen Jahreseingangsfeier des THW Stolberg standen neben der alljährlichen Jahresrückschau und der Evaluation der Einsätze und Ausbildungsdienste auch die Ehrungen ausgewählter Helfer auf dem Programm.

Bernd Pfennigs wurde durch den Ortsbeauftragten Wolfgang Geicht und den Geschäftsführer Wolfgang Friebe für zehnjährige freiwillige Mitarbeit geehrt, Ralf Müller für 25-jährige Mitarbeit und die beiden Helfer Erwin Fritsch und Jürgen Gückelhorn für 30-jähriges Engagement im Technischen Hilfswerk. Anlässlich der Feier wurde die Helferin Hannelore Kohlen, die als eine der ersten Helferinnen im THW seit nunmehr 40 Jahren aktiv mitgearbeitet hat, aus dem aktiven Dienst in die Ehrenabteilung nach einer ausführlichen Laudatio verabschiedet. Der Ortsbeauftragte betonte bei den Ehrungen seine Dankbarkeit für das langjährige Engagement und merkte an, dass ohne eine gute Zusammenarbeit und diesen Einsatz ein effizienter Katastrophenschutz durch das THW nicht möglich sei.

Wolfgang Geicht, sein Stellvertreter Ralf Flöhr und der Zugführer Thomas Pyritz stellten die Ziele für das Jahr 2016 vor: So soll die Ausbildung im ersten Technischen Zug (1.TZ) und der Jugendgruppe, die durch ständige Einsatzanforderungen zeitweise eine untergeordnete Rolle spielte, wieder optimiert und die Koordination von Aufgaben innerhalb des Ortsverbandes stärker verbessert werden.

Interessante Aufgaben sind 2016 die Mitarbeit in neu zu schaffenden Breitstellungsraum 500 und der Betrieb einer Feldschmiede beim diesjährigen NRW-Tag in Düsseldorf.

Die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger entsprechend der Feuerwehrausbildung dient als Vorbild für die Intensivierung der Ausbildung des Sprengtrupps der Ortsverbandes. Der Helfer Thomas und Gabi Pyritz hatten anlässlich des Jahresrückblicks einen Film mit den Einsatz- und Übungsszenarien aus 2015 vorbereitet, der dann den Helfern und den Anwesenden der THW-Geschäftsstelle Aachen vorgeführt wurde. Um die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können, benötigt das THW die Mitarbeit interessierter Bürgerinnen und Bürger. Mithelfen kann jeder ab 10 Jahren.

Eine weitere Altersgrenze gibt es nicht. Die Ausbildung der THW-Helfer erfolgt durch den Ortsverband an dessen Dienstveranstaltungen oder durch Lehrgänge an speziellen Schulen. Der erste Technische Zug (1. TZ) des Ortsverbandes Stolberg führt seine Ausbildungsdienste montagsabends ab 18.30 Uhr durch.

Infos gibt es per E-Mail unter ov-stolberg@thw.de oder unter Telefon 02402/24708.

Der Ortsverband Stolberg sucht aber nicht nur neue engagierte Helfer für den ersten Technischen Zug, sondern auch jüngeren Nachwuchs, der in der THW Jugend spielend im Team helfen lernen möchte. Die Jugenddienste finden 14-tägig je freitagabends ab 17.30 Uhr statt.

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