Stolberg: Stolberger SV: Mit souveränem Sieg ins Jahr gestartet

Stolberg: Stolberger SV: Mit souveränem Sieg ins Jahr gestartet

Die Landesligahandballer des Stolberger SV starteten gelungen ins neue Jahr und gewannen ihr Heimspiel gegen den HSV Troisdorf souverän mit 36:18 Toren. Im ersten von insgesamt drei Heimspielen in Folge hatte sich der Gastgeber, der neben den Langzeitausfällen noch auf Tamino Kleinhöfer verzichten musste, vor allem eine intensivere Abwehrarbeit vorgenommen.

Der Respekt vor dem Gegner war angebracht, reiste dieser doch mit vollem Kader und dem Sieg gegen den Tabellenführer aus Oberbantenberg an den Glashütter Weiher.

Der Spielbeginn gehörte sofort dem SSV, der durch eine aggressive und taktisch veränderte Defensive den Gast beeindruckte und einen flüssigen Spielvortrag immer wieder schnell verhinderte. Die resultierenden Ballgewinne aus Steals, technischen Fehlern oder durch Würfe unter Bedrängnis verwertete das Team mit enorm hohem Tempo, wobei die Chancenauswertung noch effektiver hätte sein können. „Insgesamt waren wir handlungs- und gedankenschneller, so dass Troisdorf nie Ruhe hatte und ständig im eigenen Angrifff unter Druck geriet. Da müssen wir jetzt weiter dran arbeiten und die Abläufe intensivieren“, schilderte SSV-Trainer Bernd Schellenbach die Anfangsphase bis zum 7:0.

Danach kontrollierte der Gastgeber auch nach vielen Wechseln mit schönen Kombinationen und weiterhin hoher Geschwindigkeit die Partie. Beim Pausenstand von 19:6 war der Klassenunterschied an diesem Tag mehr als deutlich, doch ließ sich Troisdorf bis zum Ende nicht hängen und wollte die Niederlage in Grenzen halten.

„Troisdorf war durch unser Ablauftempo in allen Bereichen zu Beginn überrascht und fand nie ins Spiel. Die Mannschaft kann wesentlich mehr, doch haben wir dies nicht zugelassen. Und dann kann man eine solche Entwicklung auch kaum noch aufhalten“, beschreibt Schellenbach den Spielverlauf.

In der zweiten Halbzeit wechselte der Gastgeber ständig die Akteure und verschaffte jedem Spieler ausreichend Spielanteile, ohne dass ein Bruch in der Spielstruktur zu erkennen war. Das Endergebnis war in dieser Höhe nicht zu erwarten, aber durch die engagierte und disziplinierte Spielweise schließlich verdient.

Am nächsten Samstag, 21. Januar, um 19:45 Uhr, empfängt der SSV nun den TK Nippes, der einen Platz vor den Gastgebern rangiert, zum Verfolgerduell am Glashütter Weiher. Wahrscheinlich wird sich nur der Sieger langfristig in der Spitzengruppe der Liga etablieren, so dass an diesem Tag alle Fans mobilisiert werden müssen, um einen sehr starken Gegner bezwingen zu können.

Die zweite Herrenmannschaft des Stolberger SV besiegte den TFB Röhe knapp mit 22:21. Die Stolberger Zweite startete nach einem Trainingswochenende gut vorbereitet in das erste Spiel nach dem Jahreswechsel. Die Vorzeichen standen mehr als gut für die Kupferstädter, die als Tabellenzweiter mit einer Siegesserie von vier Spielen den Vorletzten Eschweiler-Röhe in der eigenen, gut gefüllten Halle empfingen.

Im Verlauf der ersten Viertelstunde mussten die Stolberger jedoch erkennen, dass die Aufgabe nicht ganz so leicht wie erhofft werden würde. Die Abschlussschwäche im eigenen Angriff, die die Stolberger das ganze Spiel begleiten sollte, kristallisierte sich schon in den ersten Minuten heraus. Auch in der Abwehr war der Wurm im Stolberger Spiel: Die offensiv ausgerichtete 3-2-1-Deckung wurde nicht konsequent gespielt, so dass sich den Gegnern Räume eröffneten, die diese vor allem durch Anspiele ihrer Außenspieler an den Kreis zu nutzen wussten. So ging es verdient mit einem 11:12 Rückstand in die Kabine.

Dort monierte Interimstrainer Schellenbach vor allem das „unclevere“ Spiel der Stolberger Jungs und forderte „mehr Ruhe im Abschluss“. Doch die Stolberger konnten ihre Angriffsaktionen auch in der zweiten Halbzeit nicht verbessern. Beim Stand von 17:18 Mitte der zweiten Hälfte machte sich langsam Nervosität in der Halle breit. Sollte der Außenseiter aus der Nachbarstadt tatsächlich zwei Punkte mit nach Hause nehmen können? Die Stolberger eroberten den Ball zwar mehrfach, aber es gelang ihnen nicht, ihn ins gegnerische Tor zu befördern. Entweder ging der Ball auf dem Weg nach vorne bereits verloren, oder der gegnerische Torhüter konnte sich auszeichnen. Von „Ruhe im Abschluss“ war auch in dieser Phase nichts zu sehen.

Einzig die mittlerweile in 6-0-Formation agierende Deckung funktionierte jetzt besser. Der Stolberger Torhüter Tom Richterich zeigte in diesem Spielabschnitt zahlreiche wichtige Paraden, mit denen er dafür sorgte, dass es trotz der Schwäche im Angriff wenige Minuten vor Schluss erstmals zum Ausgleich kam. In der 60. Minute gelang den Stolbergern der wichtige Treffer zur 21:20 Führung. Röhe hatte noch eine halbe Minute Zeit, um doch noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Vier Sekunden vor Schluss gab es noch einen Freiwurf, der aber nur die Arme des Stolberger Blocks fand. Die Gäste wurden für ein aufreibendes und gutes Spiel am Ende nicht belohnt, die Stolberger konnten den Sieg in den letzten Sekunden doch noch klar machen.

Sollte es der Stolberger Zweitvertretung nicht gelingen, sich bis zum nächsten Wochenende gewaltig zu steigern, so wird man beim direkten Tabellennachbarn aus Weiden chancenlos sein.

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