Stolberg: Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft begeistert Kulturzentrum

Stolberg : Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft begeistert Kulturzentrum

Ein beeindruckendes Frühjahrskonzert boten die Damen und Herren der Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft im Kulturzentrum Frankental.

Wenn auch nur gut die Hälfte der Plätze besetzt war, so wurden die Zuhörer nicht enttäuscht. Dirigent Louis Wilhelmus hatte ein unterhaltsames Programm ausgewählt. Er führte den Stab beschwingt, charmant und liebevoll, während die Amateurmusiker mit Spielfreude und harmonischem Miteinander eine gewisse Leichtigkeit an den Tag legten. Höhepunkt des Abends waren die Darbietungen mit den jungen Leuten aus dem Jugendorchester, durch deren Verstärkung das Programm eine zusätzliche Aufwertung erhielt.

Im ansteckenden „Shut up and Dance“ von Ben Berger in der Bearbeitung von Matt Conaway versetzte die Macht der Klänge das Publikum in eine andere Welt als zuvor. Der treibende Beat und die charismatische Melodie machten einfach Spaß, zuzuhören und im Rhythmus mitzuklatschen. Und auch der Hit „Music was my first love“ aus den bewegten 70er-Jahren prägte den Abend nachhaltig.

Leise und laut, gefühlvoll und dramatisch erklang die Hymne an die Musik vom britischen Komponisten John Miles und zog die Menschen unweigerlich in den Bann. Nach diesem Stück konnte der Abend nicht ohne Zugabe enden, die Mitglieder der Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft kamen dieser Aufforderung gerne nach. Als Eingangsstück hatte Louis Wilhelmus „Ross Roy“, eine Auftragskomposition für ein Schulorchester in Australien gewählt.

Das St. Peters Lutheran College in Brisbane wurde 1945 gegründet und ist in einer monumentalen Villa, die den Namen Ross Roy trägt, beheimatet. Die Uraufführung des Werkes fand am 22. August 1997 unter der Leitung von Jacob de Haan in Brisbane statt.„El Cid“ hieß der legendäre Ritter und Volksheld Rodrigo Díaz de Vivar Campeador, der Mann, der niemals ein Duell verlor.

In der spanischen Fantasie von Bert Appermont mit seinen temperamentvollen Klängen zu Beginn und am Schluss spielte Robert Schneiders die Solostimme auf der Trompete und erhielt viel Applaus.

Eine andere Solistin war Elke Hoffmann-Kittel. Im „Adiós Nonino“ von Astor Piazolla, dem Revolutionär des Nuevo Tango, spielte sie das Akkordeon und entführte das Publikum im Verbund mit dem Orchester in die leidenschaftliche argentinische Tangowelt. Auch dafür gab es reichlich Beifall.

Zuvor hatte Filmkomponist Rossano Gatante die Zuhörer mit auf eine Reise durch „God’s Country“ inmitten malerischer Landschaften und Wasserfälle geführt. Ein weiteres Klangerlebnis waren Randy Edelmanns „Reunion and Finale“ und „Spirit - Stallion of the Cimarron“ von Oscar-Gewinner Hans Zimmer, der hier die Abenteuer eines unzähmbaren Wildhengstes schilderte.

(mlo)
Mehr von Aachener Zeitung