Stolberg-Buschmühle: Stolberger Imker präsentieren in Buschmühle ihr Hobby

Stolberg-Buschmühle: Stolberger Imker präsentieren in Buschmühle ihr Hobby

„Wenn es die Biene nicht mehr gibt, sterben die Menschen vier Jahre später auch aus“, soll Albert Einstein angeblich einmal gesagt haben. Zum Glück geht es den meisten Bienen in Stolberg gut. Davon konnten sich die Besucher des Imkertags überzeugen, zu dem der Stolberger Imkerverein nun eingeladen hatte.

Die Biene ist eines der wichtigsten Tiere der Welt, davon sind die rund 30 aktiven Imker in Stolberg überzeugt. Viele Menschen, das wird am Aktionstag klar, wissen gar nicht so genau, was ein Imker tut, oder wodurch sich der Honig aus der Region von anderen unterscheidet. Man brauche als Imker verschiedene Utensilien, die der Verein auf dem Pfadfindergelände ausstellt hat.

Ein sehr spezielles Insekt

Natürlich sollte man als Imker auch etwas über die Bienenwelt wissen, die Tiere sind sehr speziell. Es gibt grundsätzlich drei unterschiedliche Funktionen, die die Bienen erfüllen: Die Bienenkönigin wird von den Imkern mit einem blauen Punkt versehen, damit man sie im Gewusel des Bienenstocks gleich findet. Sie ist die Mutter der Bienen und legt die Eier.

Der Großteil der Bienen, das ist die zweite Gruppe, sind Arbeiterbienen. Als dritte Gruppe kommen die Drohnen hinzu. Wie der Name schon sagt, ist die Arbeiterbiene zum Arbeiten da. Sie halten den Stock sauber, halten Fluglochwache, sammeln Nektar auf. Der Drohn, also die männliche Biene, hat die Funktion, sich mit der Bienenkönigin zu paaren und so für Nachwuchs zu sorgen. Anders als ihre weiblichen Artgenossen haben Drohnen keinen Stachel.

Den Honig erzeugen die Bienen selbst, deshalb ist die Aufgabe eines Imkers recht unkompliziert: Die süße, klebrige Masse steckt in der Wabe der Bienen. Der Imker entnimmt diese Wabe dem Stock, entfernt vorsichtig die Bienen. Dann muss die Wabe in die Zentrifuge, die den Honig herausschleudert. Nachdem der Honig gesiebt ist, kann das Produkt auch schon ins Glas. Die leere Wabe kann als Wachs genutzt werden.

In Stolberg ist das Futterangebot für die Bienen groß. Im Frühjahr blühten Obstpflanzen und Löwenzahn, daraus wird typischerweise Blütenhonig ist. Im Sommer gibt es Sommerhonig oder Waldhonig, weil die Bienen nun auch im Wald auf Futtersuche gehen.

Der Imkerverein freut sich über neue Mitglieder. Jeden zweiten Montag im Monat trifft sich der Verein im „Alten Jägerhaus“ in Mulartshütte. Kontakt per E-Mail: Imkerverein-Stolberg@web.de

(ani)