Stolberg: Stolberger Handballer können zwei verdiente Siege einheimsen

Stolberg: Stolberger Handballer können zwei verdiente Siege einheimsen

In Landesliga und Kreisklasse hatten die Stolberger Handballer wieder Spiele zu bestreiten. Sie kamen zu Erfolgen.

Stolberger SV He1 - TV Strombach 2 40:25 (21:12): Mit einem ungefährdeten Heimsieg gegen von Beginn an überforderte Gäste aus Strombach startete der SSV in drei wichtige Wochen (die nächsten Aufgaben sind in Oberbantenberg und zu Hause gegen PSV Köln), bevor danach wieder eine dreiwöchige Pause den Spielbetrieb unterbrechen wird. Stolberg musste kurzfristig auf Paul Dalladas und Adrian Plesa verzichten, Tamino Kleinhöfer kam nach Verletzung erst ab der 42. Minute zum Einsatz.

So agierte das Team von Trainer Bernd Schellenbach fast über die gesamte Spielzeit mit nur acht Feldspielern. Durch die 4:2-Abwehrformation auf 14 Metern gegen die Rückraumakteure Höfer/Töpfer verstrickten sich die Gäste fast ausschließlich in Einzelaktionen und es entwickelte sich eine einseitige, aber wenig ansehnliche Partie, in der der SSV schnell für klare Verhältnisse sorgte.

Über 3:0 und 13:6 war die Begegnung beim 21:12 zur Pause bereits entschieden. „Ich habe mich ziemlich über viele Nachlässigkeiten in der Abwehr aufgeregt, da haben wir zu sorglos und teilweise recht unaufmerksam agiert. Aber vor allem unsere Chancenauswertung war eine Katastrophe“, so SSV-Trainer Bernd Schellenbach. Dies sollte sich auch im zweiten Spielabschnitt nicht ändern, so dass der Gastgeber am Ende mal wieder drei Siebenmeter und unzählige freie Torgelegenheiten leichtfertig vergab. „Meine Jungs hatten die Partie nach 15 Minuten gedanklich wohl schon abgehakt und es fehlten Spannung und Entschlossenheit. Aber nach zwei Wochen Pause war das unter dem Strich in Ordnung und hilft uns für die nächsten schweren Aufgaben wieder in Tritt zu kommen“, fasst Schellenbach das Spiel zusammen. Eine kompaktere Defensive und eine effizientere Angriffsleistung wird der SSV bereits am Freitag um 20:00 Uhr, benötigen, wenn man in Oberbantenberg Punkte mitnehmen möchte. Stolberg: Müller 3, Kilburg 10/4, Kleinhöfer 4, von der Stein 5, Schlotterhose 5, K. Frauenrath 7, J. Frauenrath 6

Stolberger SV He2 - SG Düren 99 2 29:24 (15:14): Am vergangen Samstagabend empfing die Stolberger „Zweite“ nach einem spielfreien Wochenende in den Herbstferien die SG GFC Düren 1899 2 zum Heimspiel im Glashütter Weiher. Trotz Ferienzeit konnten sich beide Teams über eine sehr gut gefüllte Halle mit vielen Fans freuen, die die Stolberger über die gesamten 60 Minuten lautstark unterstützten. Schon bei der Ansprache vor dem Spiel monierte Coach „Zacki“ Schmitz die mangelnde Konzentration seiner Spieler während der Aufwärmphase. Leider konnten die Stolberger die erforderliche Fokussierung bis zum Spielbeginn nicht aufbringen.

Entsprechend schwach waren nicht nur die ersten Minuten, sondern die gesamte erste Spielhälfte. Vor allem in der Defensive arbeiteten die Stolberger fast ausschließlich im Mann gegen Mann und man schaffte es nicht, das Dürener Spiel im Verbund zu unterbinden. Besonders gegen die Anläufe der Gäste in der Zweiten Welle fanden die Kupferstädter kaum ein Mittel. Im Angriff spielten die Stolberger in der ersten Halbzeit grundsolide, wobei hier die Chancenverwertung vor allem von den Außenposition zu bemängeln war. Das Highlight der ersten 30 Minuten setzte Neuzugang Christopher Neullens in seiner Premiere für Stolberg mit seinem ersten Wurf, den er mit einer unorthodoxen Körperdrehung von außen verwandelte.

Trotz einer durchwachsenen ersten Halbzeit ging es mit einem 15:14 für die Hausherren in die Kabine, da auch die Dürener nicht ihr stärkstes Spiel zeigten. Nach der Halbzeitpause änderte sich zunächst nicht viel am Spiel, beide Mannschaften zeigten eine eher durchschnittliche Partie. Ab Minute 40 besserte sich das Spiel der Stolberger und man fand zu seiner defensiven Stärke zurück. Zusätzliche wehrte Torhüter Christian Schleip einen Großteil, der auf seinem Kasten geworfenen Bälle ab. Auch eine fragwürdige Zwei-Minuten-Strafe gegen die Stolberger in der entscheiden Phase hinderte das junge Team nicht daran sich einen kleinen Vorsprung herauszuarbeiten.

Zehn Minuten vor Schluss führten die Stolberger mit fünf Toren, so dass sich nicht nur auf dem Platz, sondern vor allem auf der Bank eine sensationelle Stimmung entwickelte. Aus diesem Anlass nahm Coach „Zacki“ Schmitz ein letztes Time-Out, um seine Spieler zu warnen, dass Spiel nicht mehr aus der Hand zu geben, was den Stolbergern in den letzten Minuten auch gelang und man am Ende doch einen Sieg feiern konnte. Nächste Woche empfangen die Stolberger am Samstag, 11. November, um 19.45 Uhr den verlustpunktfreien Tabellenführer aus Merkstein zum Spitzenspiel am Glashütter Weiher.