Stolberger Handballer gewinnen gegen Bardenberg am letzten Spieltag

Finale Furioso : Stolberger Handballer gewinnen gegen Bardenberg

Die Revanche ist geglückt, der Direktaufstieg aber leider misslungen. Dieser letzte Spieltag krönte den Abschluss einer glänzenden Aufstiegssaison für die Stolberger Handballer. Der Gegner Bardenberg wurde zu Hause mit 28:24 geschlagen.

Den direkten Aufstieg hatte die erste Herren zwar in der Vorwoche gegen die Opladener in einem großen Kampf liegen lassen, aber vor dem letzten Spiel stand dann fest, dass auch der dritte Platz zum Aufstieg reichen würde. Hierzu begaben sich die Stolberger dann ins Fernduell mit dem HC Weiden 2, der im Siebengebirge antrat. Die Bardenberger traten mit komplettem Kader und dem Willen an, die Stolberger ein zweites Mal in dieser Saison zu bezwingen. Virtuell ging es ein wenig um den Wettbewerb, wer die beste Erstvertretung im Kreis Aachen–Düren stellt. Im Hinspiel hatten sich die Stolberger nicht mit Ruhm bekleckert und deutlich verloren. Diese Niederlage wollten die Kupferstädter um den scheidenden Coach Edgard Brülls vergessen machen.

Das Spiel begann – wie nicht anders zu erwarten – mit einem offenen Schlagabtausch. Nach einem kurzen Abtasten gelang es den sehr gut eingestellten Bardenbergern, die Zügel bis zur 25 Minute des Spiels fest in die Hand zu nehmen. Phasenweise führten sie im Wohnzimmer der Stolberger mit vier Toren. Edgard Brülls stellte etwas um, besetzte die Außenpositionen und wechselte die Deckungsvariante. Das zeigte schnell Wirkung. Tor um Tor fighteten sich die Stolberger zurück. Zum Pausentee ging es mit einem Tor Vorsprung in die Kabine. Bis dato hatte die Stolberger Bank noch kein Ergebnis aus dem Match Siebengebirge – HC Weiden 2. Zur Erinnerung: Die Stolberger mussten Bardenberg mit acht Toren schlagen und Weiden musste in Siebengebirge verlieren, um die minimale Aufstiegschance zu wahren.

In der zweiten Halbzeit wechselten die Stolberger noch einmal auf die Anfangsangriffsformation, blieben aber bei der passiveren Deckungsvariante. Zudem wechselte man den Torhüter. Jetzt kamen die Stolberger besser in Schwung. Immer wieder konnte man durch konsequenten Druck Löcher im Bardenberger Deckungsverbund finden, die in der zweiten Hälfte auch kompromisslos ausgenutzt wurden.

Mittlerweile funktionierte auch der Informationsfluss zwischen Siebengebirge und Stolberg. Jetzt wurde aber klar, dass die Weidener sich nicht mehr die „Wurst vom Teller" nehmen lassen wollten. Wer ob dieser Nachricht erwartet hatte, die Stolberger würden sich jetzt zurückziehen und ihrem Siegeswillen nachlassen, sah sich getäuscht. Edgard Brülls forcierte noch einmal die Angriffsvarianten, sodass am Ende des Spiels eine verdiente Vier-Tore-Führung zu Buche stand. So war den Kupferstädtern die Revanche zur Hinspiel-Niederlage gelungen.

Und wie ging die „Episode" im Siebengebirge aus? Der HC Weiden 2 gewann in einem stark umkämpften Spiel verdient mit zwei Toren und steigt als Tabellendritter in die Oberliga auf. Die Stolberger stehen mit zwei Punkten hinter Weiden und beenden diese Saison als stärkste Erstvertretung in der HVM Verbandsliga. Edgard Brülls — der sich in kurzer Zeit große Sympathien bei Fans, Spielern und Kollegen „erarbeitete", gab folgendes Fazit ab: „In Stolberg herrscht eine große Handballeuphorie. Als ich mich vor gut zehn Wochen mit Ekki Meurers auf die Fortführung der Saison einigte, war mein Ziel, die erfolgreichste Rückrundenabwehr zu stellen. Dies ist mir fast gelungen. Ein großes Kompliment an mein Team, das vieles richtig umsetzte. Bedanken möchte ich mich explizit auch bei den Zeitnehmern und Sekretären – außerordentlich was hier in Stolberg geleistet wird. Schade, dass wir den Aufstieg nicht mehr geschafft haben, aber die Serie von sieben gewonnen Spielen aus den letzten acht Spieltagen zeigt das Potential der Mannschaft deutlich auf. Es ist leider so, dass die vor uns platzierten 2. Mannschaften größere Kadervielfalt haben".

Stolberg: Yannick Toews, David Schornstein - Erik Schartmann 4, Karsten Kilburg 4, Tamino Kleinhöfer, Tim von der Stein 3, Sebastian Wolf, Max Schlotterhose 4, Kai Frauenrath 4/1, Felix Richter 1, Miguel Lozano 5, Marc Bartke, Marvin Költer 3