Stolberg/Dortmund: Stolberger Erzieherinnen streiken in Dortmund

Stolberg/Dortmund: Stolberger Erzieherinnen streiken in Dortmund

Viele Kindertagesstätten in der Kupferstadt blieben am Mittwoch geschlossen, denn 120 Stolberger Beschäftigte im Erziehungs- und Sozialdienst streikten, um für die Anerkennung und auch finanzielle Aufwertung ihrer Berufe zu kämpfen. Gut 100 von ihnen hatten sich dazu auf den Weg nach Dortmund gemacht, wo sie an einer Großkundgebung teilnahmen.

„Die Kolleginnen und Kollegen sind sehr stark motiviert. Wir werden weiterkämpfen, damit die seit 1994 geltende Entgeltordnung im Sozial- und Erziehungsdienst an die realen Anforderungen in den Berufen angeglichen wird“, sagte Joachim Paul, Sprecher der Vertrauensleute beim Personalrat der Kupferstadt. Wie ernst es den Beschäftigten sei, habe die Großkundgebung in Dortmund gezeigt. „Wir haben ganz optimistisch auf 10.000 streikende Teilnehmer an der landesweiten Kundgebung gehofft. Tatsächlich waren es mehr als 12.000.“

Und Verdi-Chef Frank Bsirske habe auch den Nerv der Stolberger Erzieherinnen und Sozialarbeiter getroffen, als er auf dem Dortmunder Friedensplatz eine Urabstimmung für unbefristete Streiks androhte. „Hinsichtlich der heutigen Verhandlungen in Hannover und der am 20./21. April in Frankfurt sind wir ganz klar positioniert“, erklärte Joachim Paul.

(dim)
Mehr von Aachener Zeitung