Stolberger Bürgermeister Tim Grüttemeier weist Vorwürfe der SPD zurück

Stolberg: „Stolberg-Atsch ist kein vernachlässigtes Gebiet“

„Es wäre für die künftige Zusammenarbeit im Rat wünschenswert, wenn die SPD wieder die gemeinsamen Erfolge in den Vordergrund rücken würde“, sagt Verwaltungschef Tim Grüttemeier (CDU) zu den Vorhaltungen der Stolberger SPD („unerledigte Kleinigkeiten ärgern sehr“/Ausgabe vom 1. Dezember) am Bespiel Atsch.

Die SPD suggeriere, dass dieser Ortsteil von der Stadtverwaltung vernachlässigt werde. Dieter Wolf werde als langjähriges Ratsmitglied für den Wahlkreis Atsch sowie als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD mit den Worten zur Gemütslage der Bewohner zitiert, dass „die Atsch das Stiefkind“ sei. Dieser Darstellung tritt die Verwaltung der Kupferstadt entschieden entgegen. Sie erinnert an die Investitionen, die in der laufenden Legislaturperiode im Ortsteil getätigt worden sind.

Seit 2014 seien rund 9,5 Millionen Euro in der Atsch eingesetzt worden, um zahlreiche Projekte aus unterschiedlichen Bereichen anzustoßen: bei der Sanierung und Ausbau der Rhenaniastraße (2,4 Millionen Euro), der Sebastianusstraße (1,6 Millionen Euro), der Hammstraße (230.000 Euro) sowie der Bau des neuen Parkhauses am Stolberger Bahnhof (3,6 Millionen Euro) im Bereich der Verkehrsinfrastruktur.

„Lange verschleppt“

„Auch in anderen Bereichen wurden zum Teil lange verschleppte Maßnahmen angelassen und umgesetzt“, so Bürgermeister Grüttemeier weiter. Beispiele seien die Kinderspielplätze an der Kirche (20.000 Euro) und Hirschfeld (10.000 Euro), die Mehrzweckhalle Jahn­straße (600.000 Euro) sowie städtische Zuschüsse zur Sanierung des Aschenplatzes in der Hamm (45.000 Euro) und zum Ausbau des Kindergartens St. Sebastianus (210.000 Euro).

Als weitere Projekte vorgesehen und im Haushalt 2018 eingeplant seien: der Bau einer neuen Park-&-Ride-Anlage an der Haltestelle Schneidmühle (700.000 Euro) und der ersten Digitalen Fahrgastinformationstafeln im Stadtgebiet (360.000 Euro). „All diese Maßnahmen werden geplant, durchgeführt und begleitet von Mitarbeitern der Verwaltung, die motiviert und zuverlässig daran arbeiten, den Sanierungsstau, unter dem Stolberg lange Zeit zu leiden hatte, sukzessive aufzulösen“, so der Bürgermeister weiter: „Sie verdienen dabei die volle Unterstützung des Rates, und es spricht nicht sehr für eine fundierte Kenntnis der aktuellen Sachlage und der vergangenen Entwicklung, wenn die SPD die Atsch heute als ‚vernachlässigtes Gebiet‘ bezeichnet“, sagt Grüttemeier.