Stolberg: Stolberger Akkordeonorchester: „Musikalisches Buffet“ mundet bestens

Stolberg: Stolberger Akkordeonorchester: „Musikalisches Buffet“ mundet bestens

Das Konzert hat dem Publikum vortrefflich gemundet. Vom ersten Gang bis zur Nachspeise, denn das Erste Stolberger Akkordeonorchester Harmonia hatte zu einem „musikalischen Buffet“ eingeladen, und dem Ruf zum Jahreskonzert der Harmonia sind viele Zuhörer gefolgt.

Im ausverkauften Kulturzentrum Frankental bot die Harmonia ein Allerlei klangvoller Leckereien von kräftiger Hausmannskost bis hin zu erlesenen Spezialitäten. Zu Beginn des rundum gelungenen Konzerts bewiesen die „Kids und Teens“ der Harmonia, wie gut es um die Zukunft des Vereins bestellt ist.

Der Nachwuchs intonierte zunächst alleine „The Rose“ von Amanda McBroom und „Au revoir et Salut“ aus der Feder des Leiters des Akkordeonorchesters, Carlo Plaum, und erhielt für die Darbietungen viel Applaus. Dann spielten das große Orchester und „Kids und Teens“ gemeinsam auf, begeisterten das Publikum mit der schwungvollen Plaum-Komposition „Hey there!“.

In der Folge stellten die Musiker der Harmonia einmal mehr ihre Klasse unter Beweis und vermochten es, selbst langjährige Freunde und Fans damit zu verblüffen, wie facettenreich das Instrument Akkordeon erklingen kann. Das Orchester machte in puncto Harmonie seinem Namen alle Ehre und überzeugte zudem mit Können, Spielfreude, Dynamik und Kraft, brillierte mit „Die Italienerin in Algier“ von Gioachino Rossini, der „Metropolitan Suite“ (Adolf Götz) und der Filmmusik „Forrest Gump Suite“ von Alan Silvestri.

Anschließend glänzte das von Elke Hoffmann-Kittel geleitete neunköpfige Ensemble der Harmonia ebenfalls. Die „Drei Preludes“ von George Gershwin, Astor Piazzollas „Chiquilín de Bachin“ und „A Klezmer Karnival“ von Philip Sparke kamen sehr gut an, so dass die Zuhörer das Ensemble nicht ohne Zugabe von der Bühne ließen, und die Musiker bereitwillig „Der Student geht vorbei“ von Julio Cesar Ibanez nachlegten.

Den zweiten Teil des sehr ansprechenden Konzerts eröffnete Nico Marx, der älteste Nachwuchsspieler der Harmonia. Der 18-Jährige brachte mit „Don Quichotte de la Mancha“ eine weitere Eigenkomposition von Orchesterleiter Carlo Plaum zu Gehör und erntete für seine musikalische Leistung lang anhaltenden Beifall.

Danach erfreute das Akkordeonorchester Harmonia das Publikum mit „City Moments“ (Hans-Günther Kölz), „The Lord of the Dance“ von Ronan Padraig Hardiman und „Miss Saigon“ (Claude-Michel Schönberg), bevor das Auditorium mit stehenden Ovationen vehement eine Zugabe einforderte. Und mit dieser überraschte die Harmonia noch einmal, als sie zum Nachtisch des „musikalischen Buffets“ mit „Gusty Garden Galaxy“ die Musik aus dem Videospiel „Super Mario Galaxy“ servierte.