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Stolberg: Stolberg zieht Euregionale-Trumpf

Stolberg : Stolberg zieht Euregionale-Trumpf

Im Wettbewerb um die Förderung im Rahmen der Euregionalen 2008 hat Stolberg einen weiteren Trumpf aus dem Ärmel gezogen.

Neben der „Industriellen Folgelandschaft” geht das Industriemuseum Zinkhütter Hof auch mit der „Europäischen Kultur- und Wissensregion” ins Rennen.

Gemeinsam mit sechs weiteren Partnern, die sich zu einer „Projektfamilie” zusammengeschlossen haben, soll die Euregio zu einer trinationalen Bildungsplattform erhoben werden, in deren Mittelpunkt die industrielle Geschichte der Region, ihr Strukturwandel und die damit einhergehenden Zukunftschancen stehen sollen.

Natur, Kultur, Technik

„Die Projektfamilie versteht sich als übergreifender, thematischer Verbund unter dem gemeinsamen Dachthema der außerschulischen Lernorte für Natur, Kultur und Technik”, erläutert Hans Baum, Leiter der Stolberger Stabsstelle für die Euregionale 2008.

Das angestrebte euregionale Bildungswerk soll sich vornehmlich an Jugendliche richten, denn: „Wenn sie sich mit der Geschichte und dem Strukturwandel identifizieren, werden sie eine positive Bindung zu unserer Region entwickeln. Und davon werden wir letztlich auch wirtschaftlich profitieren”, argumentiert Baum.

Erweiterung unverzichtbar

Um der angestrebten Rolle als „kulturelles Forum” gerecht zu werden und dem im Aufbau befindlichen Wirtschafts- und sozialhistorischen Archiv ausreichend Platz bieten zu können, ist die Erweiterung des Industriemuseums unverzichtbare Voraussetzung.

Deshalb sind die im Herbst vorgestellten Pläne in der Zwischenzeit weiterentwickelt worden. Nach den Vorstellungen des beauftragten Aachener Architekturbüros soll die derzeit verfügbare Nutzfläche von 2000 auf fast 4600 erweitert werden. Hinzu kommen noch rund 600 Quadratmeter, die durch die Überdachung der Freifläche entstehen. In sie soll das große Schwungrad integriert werden.

„Die Ermittlung der Kosten ist noch nicht abgeschlossen”, lässt Hans Baum die Frage nach der Finanzierung und Finanzierbarkeit vorerst unbeantwortet. Immerhin winkt aber ein 60- bis 70-prozentiger Zuschuss für das mehrere Millionen schwere Projekt, wenn das Museum bei der Euregionale 2008 Berücksichtigung findet.

Sponsoren gesucht

Die Investitionsfolgekosten können damit jedoch nicht gedeckt werden. Für sie sollen Projektpartner und Sponsoren gefunden werden, da mit einer Beteiligung der Stadt Stolberg angesichts der angespannten Haushaltslage mittelfristig nicht zu rechnen ist. Sie wird sich nach derzeitigem Stand allein mit der Bereitstellung des Grundstückes am Industriemuseum und durch personelle Hilfeleistungen einbringen können.