Stolberg: Stolberg will Hilfeplanung für Senioren einführen

Stolberg : Stolberg will Hilfeplanung für Senioren einführen

Die Jugend weist den Senioren den Weg: So könnte - frei interpretiert - die Zielsetzung der Stadtverwaltung für die Altenarbeit der Zukunft lauten. Kern der Bestrebungen soll analog zur Jugendhilfe eine Seniorenplanung sein.

Das hat der Seniorenbeauftragte Paul Schäfermeier am Dienstagabend im Sozialausschuss erläutert. Die Seniorenplanung soll sich auf die einzelnen Stadtteile bzw. Sozialräume beziehen und kontinuierlich fortgeschrieben werden.

Für Stolberg wäre das ein absolutes Novum, mit dem der demographischen Entwicklung und dem stetig steigenden Anteil von älteren Menschen an der Bevölkerung Rechnung getragen werden soll. Bereits heute sind 15.000 Menschen und damit rund ein Viertel der Einwohner in der Kupferstadt älter als 60 Jahre.

Zu den bereits im Rahmen der Jugendhilfe erfassten Daten müssen weitere statistische Erhebung in Stolberg vorgenommen werden. „Für eine seriöse Planung brauchen wir eine verlässliche Basis”, betont Paul Schäfermeier.

Klar ist schon jetzt, dass der Schwerpunkt der Seniorenhilfeplanung auf dem Thema „Wohnen” liegen soll. „Wir müssen den Bedarf ermitteln und schauen, inwieweit sich Angebot und Nachfrage decken”, weiß Paul Schäfermeier, dass die Wohnformen in vielen Stadtteilen nicht den veränderten Bedürfnissen der älter werdenden Bevölkerung entsprechen. Neben dem Wohnen sollen bei der Seniorenhilfeplanung unter anderem auch die Nahversorgungsstrukturen, Freizeiteinrichtungen und die Verkehrsanbindungen berücksichtigt werden.

Insgesamt steht die Verwaltung also vor einer gewaltigen Herausforderung. Entsprechend langfristig ist das Vorhaben von Paul Schäfermeier ausgerichtet. „Die kommunale Pflegeplanung geht bis 2020. Das ist auch der Zeitraum, in dem im Zuge der Seniorenhilfeplanung die notwendigen Strukturen in Stolberg geschaffen werden müssen.”