Stolberg: Viertes Klassik Festival "Momentum" Im Museum Zinkhütter Hof

Konzerte im Zinkhütter Hof : Neues Konzept für das Klassik Festival "Momentum"

Patricia Buzari und Yury Revich haben sich für das 4. Klassik-Festival „Momentum“ 2019 viel Neues vorgenommen. Die Intendantin und der Kurator, der bei der Pressekonferenz im Rathaus über einen Videochat anwesend war, stellten die neue Konzeptentwicklung gemeinsam vor.

Das erste Mal finden vom 22. bis 28. Juli 2019 zwölf Konzerte statt und das an sieben Tagen mit 72 Mitwirkenden. Damit ist das familienfreundliche Stolberg auch musikalisch im Aufbruch, so Robert Voigtsberger. In diesem Jahr steht „Momentum“ unter dem Titel „Clara Schumann und ihre Schwestern“. Zu Ehren der deutschen Komponistin und Pianistin, die einst den 100 DM-Schein zierte, und ihres 200. Geburtstages gibt es ein Klavierkonzert, ein Klavier Trio, Lieder, Romanzen für Violine und Klavier, Klavier Solowerke und Kammermusikwerke in Besetzung Horn und Klavier sowie Oboe und Klavier. Zu ihren Schwestern zählen in Stolberg Lera Auerbach und Johanna Doderer, zwei zeitgenössische Komponistinnen, von denen jeweils ein Werk aufgeführt wird.

Das Folkwang Kammerorchester Essen eröffnet das Festival am 22. Juli unter Leitung von Felix Mildenberger, dem Assistenten von Sir Simon Rattle, mit Werken von Edvard Grieg und Clara Schumann. Zur Erstaufführung kommt die „Suite concertante für Violine und Klavier und Streichorchester“ von Lera Auerbach. Solisten sind Alexander Krichel, Yury Revich und Patricia Buzari.

Am 23. Juli wird von 11 Uhr bis 16 Uhr der Jugendwettbewerb ausgetragen. Bis zu zehn Jugendliche bis 18 Jahre, für Sänger bis 22 Jahre musizieren und singen in vier Kategorien vor einer qualifizierten Jury. Diese sind Patricia Buzari, Yury Revich, Ingo Jander, Prof. Alexey Gorlatch, Prof. Elsbeth Moser und Prof. Klaus Heitz. Zu gewinnen gibt es fünf Preise zwischen 250 und 1500 Euro.

Vom Beginn des Festivals dabei ist Alexander Krichel. Nach dem CD Release Konzert um 19.30 Uhr unter dem Titel „An die ferne Geliebte“ mit Werken von Beethoven, Liszt, Kreisler, Rachmaninov, Wagner, Liszt und Robert Schumann steht er zu einem Live Lounge Interview bereit.

Neu ist in diesem Jahr das YAC-Projekt (Young Artists in Concert), das am 24. Juli, 11.30 Uhr stattfindet. Zwei hochbegabten jungen Künstlern, Aksel Rykkvin (ehemaliger norwegischer Kinderstar und Knabensopran, jetzt nach dem Stimmbruch als Bariton unterwegs) und Brendan Goh (Cello) wird innerhalb des Festivalrahmens ein Podium geboten, ihre musikalischen Qualitäten zu Gehör zu bringen. Das Barockorchester Elbipolis Hamburg wird in historischer Aufführungs-Praxis um 19.30 Uhr Werke von Vivaldi, Corelli, Scarlatti und Händel darbringen, und das unter Leitung von Jürgen Groß. Solist ist Yury Revich.

„Von ewiger Liebe“ heißt das Matinee-Konzert am 25. Juli, 11.30 Uhr mit Maria Sournatcheva (Oboe) und Aleksandr Shaikin (Klavier). Sie spielen Werke von Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms. Prof. Alexej Gorlatch spielt abends, 19:30 Uhr, Werke von Beethoven, Auerbach und Chopin.

Am Freitag, 26. Juli, um 11.20 Uhr stellen Prof. Elsbeth Moser und drei ihrer Meisterstudenten das Akkordeon vor. Internationale Ausstrahlkraft wird das Festival wieder durch die „Friday Nights“ mit Echopreisträger Yuri Revich gewinnen, der sein ambitioniertes Projekt 2018 erstmalig in Stolberg präsentierte und auf große Resonanz stieß. Yury Revich und Patricia Buzari bringen ein Werk zur Uraufführung von Johanna Doderer, österreichische Komponistin (Jahrgang 1969), die auch in Stolberg anwesend sein wird.

Das Kinderkonzert am 27. Juli, 11.30 Uhr befasst sich mit dem „Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Abends 19.30 Uhr gibt es ein Trio Konzert zum Thema „Frei, aber einsam“ mit Werken von Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms.

Zum Brunch-Konzert „Geliebte Clara“ Tenor lädt Luis Magallanes aus Venezuela ein. Den Abschluss gestalten Felix Klieser & Christof Keymer (Horn & Klavier) mit Werken von Schumann, Strauss und Beethoven. Klieser, der zu den weltbesten Hornisten zählt, spielt sein Horn mit den Füßen, weil er ohne Arme geboren wurde. Im Anschluss an das Finalkonzert gibt es bei einem Sektempfang einen Rück- und Ausblick zu „Momentum.