Stolberg: Stolberg pilgert zum Weltjugendtag 2011

Stolberg: Stolberg pilgert zum Weltjugendtag 2011

„Können wir da was machen?” Diese Frage von Ingrid Heyer markiert den Anfang. Es ist Palmsonntag in der Donnerberger Kirche St. Josef, und Father Norbert Glasmacher hat in seiner Predigt den Jugendtag gestreift. Den, den die katholische Kirche alljährlich begeht - und den, zu dem sie die Jugend und jung Gebliebenen aus aller Welt einlädt.

„Sicherlich können wir was machen”, sagt Father Norbert. Und gesagt ist getan: Die Pfarrgemeinde St. Lucia lädt alle Stolberger ein zur Fahrt zum Weltjugendtag 2001 in Madrid. „Ich wollte schon zum Weltjugendtag 2005 fahren”, gesteht Ingrid Heyer ihre Faszination für dieses große Festival des Glaubens ein. Schnell gesellen sich weitere Interessenten aus den sieben Gemeinden der jungen Großpfarre, um eine gemeinsame Pilgerfahrt der Stolberger in die spanische Metropole vorzubereiten. In Father Norbert haben sie einen professionellen Partner für das Projekt gefunden.

Seit März unterstützt der Pfarrer das pastorale Team in St. Lucia, nachdem der gebürtige Birkesdorfer viele Jahre im kanadischen Petersborough gewirkt hat und für die Jugendarbeit in der Diözese zuständig war. Die Weltjugendtage in Rom (1986), Paris (1997), Toronto (2002), Köln (2005) und zuletzt in Sydney (2008) hat er selbst erlebt, Fahrten mit jungen Menschen aus seiner Diözese dorthin organisiert.

„Hier treffen Menschen unterschiedlichster Nationen und Kulturen aufeinander; hier präsentiert sich Kirche in bester und reinster Form”, sagt der 47-Jährige über seine Erfahrungen. Beim Weltjugendtag erlebe man eine junge Kirche mit frischem, unverfälschtem Glauben. „Der Weltjugendtag ist lebenswichtig für die Kirche”, sagt der Pfarrer. Der Funke der Begeisterung ist längst übergesprungen auf die Stolberger Christen.

Seit April plant die Gruppe aus allen sieben Gemeinden die gemeinsame Fahrt. Simon Evertz hat den Abschlussgottesdienst beim Weltjugendtag in Köln besucht. „Das ist eine faszinierende Atmosphäre, wenn eine Million Menschen aus aller Welt friedlich zusammenkommen”. Der Ministrant aus der Münsterbuscher Gemeinde Herz Jesu hat jetzt bereits die Flyer, Plakate und eine eigene Internetseite für die Stolberger Tour nach Madrid federführend in der Gruppe gestaltet.

Norbert Schulden hat die Vorbereitung von Kaplan Michael Daten auf den Weltjugendtag in Köln und die Treffen mit australischen Pilgern erlebt. „Wir hatten gehofft, dass sich daraus ein Besuch in Sydney entwickelt, doch das hat sich letztlich zerschlagen”, sagt der in St. Franziskus engagierte Katholik. Jetzt wird etwas draus: Gemeinsam haben die Stolberger ein Programm entwickelt, das über die eigentliche Begegnung vom 16. bis 21.August 2011 hinaus geht. „Zum Weltjugendtag gehört auch immer die Begegnung mit der Kultur”, sagt Father Norbert. Und deshalb starten die Stolberger bereits am 11.August und legen auf ihrer Busreise unterwegs einige ansprechende Stationen ein bis zur Rückkehr am 25.August. Paris und Lourdes liegen auf dem Weg nach Madrid, Barcelona und Nevers, wo der Leichnam der heiligen barmherzigen Schwester Bernadette Soubirous, der Seherin von Lourde, in der Kapelle des „Espace Bernadette Soubirous” unverwest liegt, sind Stationen auf der Heimkehr. Bustransfer, Übernachtung mit Frühstück unterwegs sowie Gebühr, Unterkunft und Verpflegung der Tage in Madrid haben zwar ihren Preis, der jedoch dank guter Vorbereitung ein Schnäppchen - und deutlich günstiger als das nur auf den WJT bezogene Angebot der Diözese - ist. „Die geplanten 710 Euro pro Person sind der Maximalpreis”, sagt die Donnerbergerin Birgit Stremme. „Denn mit einer ganzen Menge an Aktionen wollen wir den Kostenbeitrag weiter reduzieren”.

Aktionen zur Co-Finanzierung

So sollen die Erlöse nach der Sonntagsmesse in St. Josef in die Weltjugendtag-Kasse fließen, Benefizkonzerte, Basare sowie weitere Aktivitäten folgen, und zweckgebundene Spenden für die Pilgerreise der jungen Menschen werden auch gerne angenommen.

„Das ist auch einer der Gründe dafür, dass wir bereits jetzt mit der Werbung anfangen”, möchte Father Norbert erreichen, dass sich die Teilnehmer nicht nur finanziell auf die Reise vorbereiten können, sondern auch bei den regelmäßigen Vorbereitungstreffen zu einer Gemeinschaft werden. „Eingeladen sind alle Stolberger”, betont Pfarrer Glasmacher. Denn der Weltjugendtag ist nicht nur eine Begegnung unterschiedlicher Nationen, sondern auch verschiedener Kulturen und Glauben, um in friedlicher Gemeinschaft den Weg nach Gott zu finden.

Daran wird sich auch Philipp Stremme beteiligen, der bisher schon von der Fernsehübertragung aus Köln von den Tagen der Begegnung begeistert ist. Der Donnerberger Ministrant ist einer der Teilnehmer, die in den nächsten Tagen in den Gottesdiensten der Pfarrgemeinde die Pilgerreise vorstellen werden. Und er hofft schon heute auf jede Menge weitere Stolberger, die sich im kommenden Jahr gemeinsam auf den Weg nach Madrid machen werden.

Details, Spenden und erste weitere Aktivitäten zum Weltjugendtag

Die Pilgerfahrt zum Weltjugendtag (WJT) führt von 11. bis 25.August via Paris (zwei Tage) und Lourdes nach Madrid sowie über Barcelona und Nevers zurück nach Stolberg. Im Maximalpreis von 710 Euro pro Person sind der Bustransfer, Übernachtung und Frühstück unterwegs sowie die WJT-Gebühr nebst Unterkunft und Verpflegung in Madrid vom 16. bis 21.August enthalten. Weitere Informationen gibt gerne Pfarrer Norbert Glasmacher (1247467), der auch Anmeldungen entgegen nimmt.

Zweckgebundene Spenden zur Pilgerfahrt sind willkommen auf dem Konto Nr. 1500107010 bei der VR-Bank (BLZ 39162980).

In den Messen am sonntags, 4.Juli, in S. Josef und St. Hermann-Josef sowie am 10.Juli in St. Franziskus startet die WJT-Vorbereitungsgruppe ihre Info-Kampagne in den Stolberger Kirchengemeinden.

Einen kleinen Vorgeschmack kann man auch bei der Jugendmesse am Samstag, 10.Juli, um 17.30 Uhr in St. Franziskus in Unterstolberg erfahren. Die Feier wir von und für Jugendlichen und jung(geblieben)e Erwachsene gestaltet zum Thema „Zeit - Freizeit - Gotteszeit” mit Musik, Rollenspiel und anschließenden Begegnungen. Besonders herzlich eingeladen sind die Firmkandidaten.