Stolberg-Mausbach: Ehrlicher Finder bringt 500 Euro zurück

Geld auf Parkplatz verloren : Ehrlicher Finder bringt 500 Euro zurück

Und es gibt die doch noch: ehrliche Finder. Ein Kunde eines Supermarkts in Stolberg-Mausbach hat auf dem Parkplatz 500 Euro gefunden und das Geld im Markt abgegeben. Die Geschichte dahinter beschreibt die Polizei als „schön“.

Am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr meldete sich ein Mann aus Breinig bei der Polizei-Leitstelle und teilte einem Polizeibeamten zerknirscht mit, dass er vermitlich auf dem Parkplatz 500 Euro verloren hat. Die Scheine waren zusammengerollt und mit einem roten Gummi umwickelt. Das Geld muss ihm aus der Hosentasche gefallen sein, wie Sprecher der Aachener Polizei, Paul Kemen, berichtet.

Verzweifelt hatte der Mann das Gelände abgesucht, aber kein Geld mehr gefunden. Wenig hoffnungsvoll fragte er am Telefon den Beamten, ob sich zufällig ein Finder gemeldet habe. Das war aber nicht der Fall. Auch, wenn wenig Aussicht auf Erfolg bestand, notierte der Kollege den Namen und die Telefonnummer des Mannes auf einem Schmierzettel. „Man weiß ja nie“, sagte er sich.

Bis zum Schichtende meldete sich aber kein Finder, weshalb der Zettel im Datenmüllsack landete. Einen Tag später, also am Samstag, hatte der Beamte erneut eine Schicht. Dabei erhielt er einen Anruf aus jenem Supermarkt in Maus-Bach. Ein Mitarbeiter des Marktes teilte mit, dass soeben ein ehrlicher Finder 500 Euro abgegeben habe. Man wisse aber nicht, wer das Geld verloren hatte.

Zur Sicherheit ließ der Beamte sich den Zustand des Geldes beschreiben: zusammengerollt mit einem roten Gummiband darum. Es passte zum Anrufer vom Freitag. „Schnell zum Datenmüll, mit den Armen tief im Sack gekramt und schon war er da: der Schmierzettel mit Namen und Telefonnummer des Verlierers. Ordnung ist halt das halbe Leben“, kommentiert Paul Kemen.

Der Verlierer zeigte sich dann doch überrascht als der Beamte anrief und den Fund des Geldes mitteilte. Die Nachricht erfreute ihn nicht nur. Sie passte auch deshalb, weil er gerade in den geplanten Urlaub aufbrechen wollte – trotz eines bis dahin um 500 Euro gekürzten Budgets.

Mit der Fahrt über den Supermarkt in Mausbach und dem Empfang der 500 Euro konnte er nun die Urlaubskasse wieder auffüllen. Nicht bekannt ist, ob der Finder einen Finderlohn bekommen hat. Aber: „Bestimmt gabs ein dickes Dankeschön“, sagt Kemen abschließend.

(red/pol)