Wird bald freigegeben: Stolberg investiert 7000 Euro in Erneuerung der Treppe am Felshang

Wird bald freigegeben: Stolberg investiert 7000 Euro in Erneuerung der Treppe am Felshang

Die Treppe am Felshang kann schon bald wieder passiert werden. Ende der kommenden Woche soll sie voraussichtlich freigegeben werden, erklärt Georg Paulus, Leiter des Technischen Betriebsamts (TBA). Derzeit laufen die Arbeiten vor Ort noch auf Hochtouren.

Zum Hintergrund: Los ging es eigentlich schon in den 1970er Jahren. Bis zum Neubau der Aachener Straße bestand ein durchgängiger Feldweg von der Atzenach an der früheren Mühle Kurth talwärts vorbei über die L220 hinweg mit direktem Anschluss ins Gedautal.

Das war für die Büsbacher ein gerne benutzter Spazierweg ins Münsterbachtal, zu den Katzensteinen und in den Brander Wald. Mit dem Neubau der Landesstraße wurde die landwirtschaftlich nutzbare Anbindung der Atzenach unterbunden. Seitdem endet die alte Wanderroute im dichten Gestrüpp vor dem tiefen Straßengraben. Protest regte sich.

Als die Stadt am Felshang letzte Überreste der maroden Treppe entfernte, kam in Büsbach Widerstand auf. Als Alternative wurde ein bestehender Pfad im Tal quasi als Umleitung für die Spaziergänger erweitert und ein wenig ausgebaut. Er verläuft oberhalb und parallel zur Aachener Straße, aber idyllisch zwischen der Bunker-Wiese und dem Schlangental in Richtung „Am Felshang“, der wiederum wenige Schritte weiter auf die Landesstraße trifft.

Um aber von dem Hohlweg bergab zum Felshang oder bergauf in Richtung Atzenach zu gelangen, ist ein stattlicher Höhenunterschied zu bewältigen. Seinerzeit baute das Technische Betriebsamt mit Holzbalken eine ordentliche Treppenanlage.

Mit ihr war es nun auch nicht mehr so sportlichen Spaziergängern möglich, über den Felshang entweder in Richtung Münsterbachtal zu gelangen oder ihm in westlicher Richtung zu folgen und zwischen Haus Nr. 2 und 4 den nächsten Pfad bergauf zu nehmen, der am früheren Steinbruch Gussen vorbei wieder zur Atzenach führt, oder aber sich durchs Priesterland in Richtung Dorff zu orientieren.

Die Verbindung durch die Wiesen der Atzenach, vorbei am Schlangental und bergab zum Felshang war bei den Büsbachern sehr bliebt. Viele nutzten diese Routen der Naherholung — bis die Treppenanlage so marode wurde, dass die Stadt sie aus Gründen der Verkehrssicherheit vor einigen Jahren mit Baken sperrte. Nur Geländekundige wagten sich noch vorbei, aber für viele Wanderer wurde die Route trotz ihrer schönen Ausblicke — nicht nur von den gepflegten Holzbänken entlang des Weges aus — unpassierbar. Die Route geriet mit und mit in Vergessenheit. Doch das soll sich bald wieder ändern.

Die Holzbalken wurden durch Betonstufen ersetzt, die Arbeiten sind derzeit in vollem Gange. Paulus und Stolbergs Technischer Beigeordneter Tobias Röhm rechnen damit, dass diese bereits Ende der kommenden Woche wieder begehbar sein könnte. Bei den neuen Stufen soll es allerdings nicht bleiben. Zudem soll ein Geländer errichtet werden, an dem die Fußgänger sich beim Auf- oder Abstieg festhalten können, sagt Tobias Röhm.

Rund 7000 Euro hat die Erneuerung insgesamt gekostet. „Daran sieht man, dass man auch mit relativ kleinen Mitteln einen attraktiven Spazierweg wieder zum Leben erwecken kann“, so Röhm weiter. Zudem wird sich das TBA um den — zum Teil — verschlammten Weg kümmern, der unterhalb der Treppe vorbeiführt. Dort soll Splitt aufgeschüttet werden, damit dieser wieder gut zu begehen ist.

(se/jül)
Mehr von Aachener Zeitung