Stolberg: Stolberg goes Österreich: Kulturelle Vielfalt wird zur großen Gaudi

Stolberg: Stolberg goes Österreich: Kulturelle Vielfalt wird zur großen Gaudi

Was fällt einem zu Österreich ein neben Urlaub? Bräuche wie Schuhplattler, Jodeln und Eisstockschießen; Filme wie „Der dritte Mann“, „Das weiße Band“ und „Die Fälscher“, Berühmtes wie Opernball, Philharmoniker und Symphoniker, Radetzky-Marsch und Wiener Walzer, Viaker, Hofreitschule und Almabtrieb; Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Strauss; Instrumente wie Zither und Akkordeon; Musiker wie Reinhard Fendrich, Georg Danzer, Falko, Hubert von Goisern, Christina Stürmer, Zittertaler Musikanten und Alpentrio; Künstler wie Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Friedensreich Hundertwasser.

Und kulinarisch nicht zu vergessen sind Salzburger Nockerln, Germknödel, Frittatensuppe, Sacher Torte, Strudel, Serviettenknödel und das berühmte Wiener Schnitzel natürlich aus Kalbsfleisch, Brände aus Marillen und Enzianwurz, Wein aus Zweigelt und Veltiner sowie natürlich „Brauner“, „Schwarzer“ oder „Melange“,....

Die Liste ließe sich je nach Gusto beliebig lang fortsetzen und zeigt, dass Österreich ein Land mit vielen Facetten ist. Bedingt durch seine Historie als Vielvölkerstaat in Mitteleuropa sind zahlreiche Bräuche, Gerichte und Musikrichtungen präsent.

„Österreich ist eine ideale Wahl als Partnerland“, sagen Tim Grüttemeier und Max Krieger unisono. Die 11. Auflage des Kulturfestivals „Stolberg goes...“ stellt vom 9. bis 11. Juni nächsten Jahres das südliche Nachbarland in den Mittelpunkt. Bereits nach dem „Best of“ in diesem Frühjahr wurde Österreich als ein Favorit gehandelt, verraten der Bürgermeister und der Stolberger Kulturmanager. Die Vielfalt und Beliebtheit der Alpenrepublik in Stolberg wie auch in der ganzen Euregio sind mitentscheidende Gründe für diese Wahl. „Jeder hier verbindet Erinnerungen mit Österreich“, ist Grüttemeier überzeugt, und Max Krieger erzählt von jungen Jahren, als er auf einem Reiterhof in Niederösterreich an der Ybbs lebte.

An den Details des Programms von „Stolberg goes Österreich“ wird noch gefeilt, und traditionsgemäß sind Stolberger Einzelpersonen, Gruppen und Vereine eingeladen, sich mit ihren Ideen und Darbietungen einzubinden in das große Kulturfestival. Aber das grobe Konzept steht bereits und wird anknüpfen an das erfolgreiche Irland-Festival, bei dem die „Stars from the Commitments“ ein großes Publikum auf dem Kaiserplatz begeisterte.

Nachdem in diesem Jahr wegen der Umbauarbeiten auf den Willy-Brandt-Platz ausgewichen wurde, soll nun am Festival-Samstag eben wieder der Kaiserplatz als große Festivalgelände dienen. Nach seiner Neugestaltung bietet der zentrale Platz noch mehr Raum für Besucher. Und der soll dann auch erforderlich sein für das Große Konzert am Samstagabend, verspricht Max Krieger. Er rechnet damit im Rahmen des Sicherheitskonzeptes deutlich über 2000 Gäste begrüßen zu können von der Bühne aus, die wieder vor der Stadtverwaltung errichtet werden soll — das Rathaus wird zum Backstage-Bereich. „Es wird rappelvoll werden“, kündigt der Kulturmanager bereits an.

Und wie vor zwei Jahren soll es im Anschluss an das Konzert wieder einen musikalisch begleiteten Marsch in Richtung Burg und Altstadt gehen, wo auf Bühnen und in Gaststätten das österreichische Programm in seiner Vielfalt weitergeht. In der Altstadt startet bereits freitags das Kulturfestival mit diversen Konzerten und Angeboten in den gemütlichen Kneipen. Und für den dritten Festivaltag ist zum verkaufsoffenen Sonntag eine weitere Stärkung des Kaiserplatz-Programms vorgesehen. Bereits beim Irland-Festival wurde der Vorplatz des Rathauses bespielt, so dass zwischen Altstadt und Kaiserplatz ein reger Zuschauerstrom zu verzeichnen war. Auch im kommenden Jahr soll eine solche Flaniermeile zwischen den Location im Schatten der Burg und dem zentralen Platz der Stadt entstehen.

„Die Voraussetzungen in der Kupferstadt sind ideal, das Konzept wird immer besser“, schwärmt Krieger. „Wir spielen diesmal eine Liga höher“. Und das „alles bei freiem Eintritt“, versichert EWV-Vertriebsleiter Axel Kahl als Sprecher der Sponsoren. „Wir wollen die Leute aus er Stadt und der weiten Umgebung für Stolberg —inklusive Sonderfahrten der Euregiobahn bis nach Breinig — begeistern.“

Dabei werde „Stolberg goes Österreich“ für die Kupferstadt mehr Anziehungskraft denn je haben. „Das Kulturfestival hat sich schon zu einem Markenzeichen für Stolberg entwickelt“, attestiert Beigeordneter Robert Voigtsberger. Die österreichische Vielfalt wird sicherlich zu einer besonderen Gaudi in Stolberg werden.

Einen Vorgeschmack auf „Stolberg goes Österreich“ bietet im Rahmen des städtischen Kulturprogramms bereits die Neujahrsmatinee am Sonntag, 8. Januar, ab 11 Uhr im Zinkhütter Hof. Musik, Kabarett und Bräuche aus dem Partnerland werden von lokalen Künstlern aus der Region präsentiert.