Stolberg: Gesprächskreis im Gemeindezentrum spricht über Auferstehung

Auferstehung : Austausch zum Leben nach dem Tod

Mit dem Thema „Auferstehung“ hat sich ein Gesprächskreis im ökumenischen Gemeindezentrum unter der Leitung von Pfarrer Wegmann und Diakon Jaskulski beschäftigt.

Selbst unter den Christen gibt es keine einheitliche Vorstellung, was nach dem Tod kommt. Das war das Fazit des Moderators Jens Wegmann am Ende des Gesprächskreises. In einer ersten Überlegung stellte Wegmann dar, welche Vorstellungen andere Völker und Kulturen zum Thema haben. Während im alten Ägypten davon gesprochen würde, dass die menschliche Seele vor einem Richter erscheint und Rechenschaft über das Leben ablegen muss, betonten die Griechen der Antike, dass die Seele unsterblich ist und sich im Tod vom Körper trennt.

Bei den Ureinwohnern Amerikas seien es die ewigen Jagdgründe, die der Tote erreichen wird, und in den Religionen Asiens glaube man an eine Wiedergeburt des Menschen in einem neuen Körper.

Die Vorstellung der Christen von einem Leben über den Tod hinaus gehe von der Auferstehung Jesu Christi aus. Im Lied „Er ist auferstanden“ (von Bernhard Kyamanywa) wurde an die biblische Grundlage dieses Glaubens erinnert. Mit der Auferweckung Jesu Christi habe Gott gezeigt, dass er Macht über den Tod habe. Christen glauben deshalb, dass sie in Gemeinschaft mit Christus, „der uns erlöst hat vom ewigen Tod“, nach ihrem Tod in einer neuen Gestalt in Gottes Gegenwart leben werden. Erneuerung – Gott mache alles neu – und Verwandlung – und dabei die Beibehaltung der geistig-seelischen Person – waren Begriffe, die immer wieder im Gespräch genannt wurden.

„Murmelgruppen“ mit Bibelversen

Die Anwesenden setzten sich in sogenannten „Murmelgruppen“ intensiv mit Bibelversen zum Thema auseinander und trugen anschließend ihre Gedanken der Gruppe vor. Dabei wurden oft Modelle gesucht, um die Vorstellung von Auferstehung zu konkretisieren. So wie aus einer Raupe und einem Kokon ein Schmetterling hervorgeht, werde auch die Gestalt des Menschen bei seiner Auferstehung verwandelt. Von Paulus stamme das Bild vom Samenkorn, das in die Erde gesenkt wird (Tod, Grab) und zu einer schönen Pflanze heranwächst. Die Teilnehmer dachten über weitere Auferstehungssymbole nach wie Sonne, Baum oder das Ei.

Die christliche Hoffnung auf Auferstehung hat aber auch Auswirkungen auf die Einstellung zum Leben hier auf der Erde. Diesem wurde in einer weiteren Gesprächsrunde nachgegangen. Die Verzweifelten und Leidenden werden ermutigt zu hoffen, dass das Belastende einmal schwinden werde.

Der Glaube an das ewige Leben in der Liebe Gottes kann die Angst vor dem Sterben mindern und die Hinterbliebenen in ihrer Trauer trösten. Überhaupt werden die Menschen, die an die Auferstehung glauben, schon hier und jetzt gegen Not, Tod und Einsamkeit aufstehen und Leben, Freude und Hoffnung in den Vordergrund stellen. Mit dem „Vater unser“, das von Christen aller Konfessionen gebetet wird und dem Gebet „Eines Tages“, das nur Gläubige verstehen, endete der Abend. Die Reihe wird fortgesetzt.

(mlo)