Stolberg: Comeback des Bastinsweiher-Geländers

Entwicklungskonzept Talachse : Burg und Bach rücken jetzt näher

Erste Sondierungen vor zehn Jahren zur Situation in der Stolberger Talachse wurden 2016 in einer Machbarkeitsstudie für den oberen Steinweg konkretisiert.

Eine mangelnde Aufenthaltsqualität und der hinter der Bebauung versteckte Vichtbach wurden als öffentliche Handlungsfelder ausgemacht. Eine teilweise maroder oder zumindest nicht mehr zeitgemäßer Wohnraum sowie leer stehend Ladenlokale, die aktuellen Anforderungen nicht entsprechen wurden als Herausforderung für private Eigentümer ausgemacht.

Während das Entwicklungskonzept Förderung und Beratung als flankierende Angebote an Eigentümer bietet, sieht die Stadt in ihrem Pilotprojekt in der Fußgängerzone eine Vorbildfunktion. Die Schaffung eines Quartiersplatzes, die Öffnung zum Vichtbach hin und ein freier Blick auf die Burg sollen die Aufenthaltsqualität steigern.

Mit Verspätung wegen Debatten mit dem Denkmalschutz sind am Steinweg an der Ecke zur Wurstbrücke zwei Altbauten abgerissen worden. Nun beginnt die Ausgestaltung des Quartiersplatzes – zunächst mit der Sicherung der Ufermauer, die zum Bach hin wieder mit Bruchstein verkleidet wird. Platz erhält ein Betonsteinpflaster, eine Info-Stele ein multifunktional nutzbares Podest, einen Baum und soll viel freien Platz bieten für Bestuhlung.

Das frühere Geländer des Bastinsweihers wird aufgearbeitet und zur Vicht hin am neuen Quartiersplatz montiert. Foto: Jürgen Lange

Die Verwaltung ist zuversichtlich, eine Gastronomie im Nachbargebäude etablieren zu können. Ein Clou vor allem für ältere Stolberger ist die Rückkehr des früheren Geländers des Bastinsweihers. Das Schmiedeeisen wird aufgearbeitet und als neu zur Vicht hin montiert.

In Kürze sollen zudem die Arbeiten an den beiden weiteren Punkten des Quartiersplatzes beginnen. Das Areal am Brunnen von Matthias Peters wird neu gestaltet und mit einem Baum mit Rundsitzbank versehen. Zudem wird die Ecke von Stielsgasse und Rathausumfahrt zu einem grünen Entree mit Baum und Sitzbank.

Darüber hinaus besteht später die Option, den Anbau an der Ecke von Steinweg und Mühlenstraße abzureißen und neu zu gestalten, so dass ebenfalls Vichtbach und Burg wahrnehmbarer werden.

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