18 Prozent Briefwähler : Von Tag zu Tag immer weniger Wahlberechtigte

Von Tag zu Tag schwindet die Zahl derer, die sich bis Sonntag für einen der beiden Bürgermeister-Kandidaten entscheiden dürfen. 149 Wahlberechtigte weniger verzeichnet das Wählerverzeichnis mit Stand von gestern. Durften am 26. Mai noch 44.372 Stolberger abstimmen, sind es aktuell noch 44.223.

Das liegt daran, dass „auch für die Stichwahl das Wählerverzeichnis des ersten Wahlgangs maßgebend ist“, erklärt Stephan Aretz als stellvertretender Leiter des städtischen Wahlamtes. Wer nach dem Termin der Hauptwahl sein 16. Lebensjahr vollendet hat oder nach Stolberg gezogen ist, ist an diesem Sonntag noch nicht wahlberechtigt. De facto reduzieren Wegzüge und Todesfälle die Zahl der Wahlberechtigten. Die Frist für eine letzte Aktualisierung endet normalerweise heute um 18 Uhr. Ausnahmen werden gemacht bis Samstag um 12 Uhr: Bei einem attestierten Nachweis einer plötzlichen Erkrankung werden noch Wahlscheine ausgestellt.

Die Beteiligung an der Briefwahl liegt für die Stichwahl bereits jetzt höher als bei der Hauptwahl. Mit 7995 beantragten Wahlscheinen beträgt der Anteil aktuell 18,08 Prozent. Für den 25. Mai berichtete das Wahlamt die Ausgabe von 7601 Wahlscheine, was einem Anteil von 17,19 Prozent entsprach. Diese Zahlen sagen noch nichts über den Stand der Rückläufe aus. Annahmeschluss für die Briefwahl ist am Sonntag um 16 Uhr der Briefkasten an der Rathauspforte. Urnenwähler haben am Sonntag von 8 bis 18 Uhr Zeit zur Stimmabgabe in ihren jeweiligen Wahllokalen.

Die gelbe Wahlbenachrichtigung, die am 26. Mai den Wählern wieder ausgehändigt worden ist, gilt weiterhin. Wer sie nicht zur Hand hat, kann sich im vor Ort mit dem Personalausweis legitimieren, falls man dem Wahlvorstand nicht persönlich bekannt sein sollte. Über die Frage der Wahlbeteiligung am Sonntag lässt sich nur spekulieren. Vor drei Wochen lag sie mit 25.402 Wählern bei 57,25 Prozent. Bei der Stichwahl um das Amt des Städteregionsrates im November betrug die Wahlbeteiligung insgesamt zwar bei 27,06 Prozent , aber in Stolberg mit 16.628 Wählern spürbar höher bei 37,19 Prozent.

Den Ausgang der Wahl kann jeder Interessierte traditionell in Stolberg im Rathaus live verfolgen. Ab 18 Uhr werden im großen Sitzungssaal die Ergebnisse eingespielt. Dort finden sich im Laufe des Abends die Kandidaten und ihre Anhänger ein, wenn Wahlleiter Robert Voigtsberger das vorläufige amtliche Endergebnis verkündet.