Stolberg: Standortfrage bleibt vorerst offen

Stolberg: Standortfrage bleibt vorerst offen

Die Stadt Stolberg wird ihr neues Konzept zur Unterbringung von Asylbewerbern, Aussiedlern und Obdachlosen noch einmal prüfen müssen. Einen entsprechenden Auftrag hat am Dienstagabend der Sozialausschuss auf Antrag der CDU-Fraktion erteilt.

Nach dem Willen der Verwaltung hätten Hauptausschuss und Rat als zuständige Gremien die Entwidmung der Häuser in der Prämienstraße 84 in Münsterbusch und in der alten Velau 27 veranlassen und damit den Verkauf beider Objekte zusammen mit dem der städtischen Häuser in der alten Velau 29 und 31 in die Wege leiten sollen.

Dem aber widersprachen die Ausschussmitglieder. Hintergrund war die Einschätzung der Christdemokraten, dass die drei derzeit als Aussiedlerheime genutzten städtischen Immobilien in der Wiesenstraße weitaus wertvoller und deshalb auch besser zu veräußern seien.

Zwar verwies Fachbereichsleiter Willi Seyffarth darauf, dass für diese Einheiten bis 2016 noch eine Zweckbindung bestehe und auch danach eine anderweitige Nutzung nur eingeschränkt möglich sei. Gleichwohl aber plädierte der Ausschuss am Ende dafür, dass die Verwaltung nunmehr prüfen soll, wie hoch die Rückzahlung von Zuschüssen des Landes ausfallen würde, wenn die Gebäude verkauft würden. Die Ergebnisse dieser Prüfung sollen dem Sozialausschuss in seiner nächsten Sitzung am 14. September vorgelegt werden.

Nach den Plänen der Stadt sollten Aussiedler und Asylbewerber zukünftig ausnahmslos in die Häuser in der Wiesenstraße eingewiesen werden und Obdachlose weiterhin in den Gebäuden am Kelmesberg Platz finden. Dieses Vorhaben ist nun vorerst ebenso gestoppt wie der geplante Verkauf der Häuser in der alten Velau.

Zustimmung fand lediglich der Vorschlag, das ehemalige Asylbewerberheim in der Prämienstraße in Münsterbusch zu entwidmen und zu verkaufen.