Städteregionsratswahl: Stolberger dürfen an die Urnen

Städteregionsratswahl : 44.720 Stolberger dürfen am Sonntag an die Wahlurnen

Die Kupferstadt ist vorbereitet. In 30 Stimm- und sechs Briefwahlbezirken sitzen am Sonntag insgesamt 288 Wahlvorstände, um die Stimmen auszuzählen.Theoretisch können dies 44.720 Stimmzettel sein.

Bis Freitagmittag hatten von den Stolberger Wahlberechtigten 4984 Briefwahl beantragt. Soweit die Theorie. Dass nicht alle beantragten Briefwahlunterlagen auch abgegeben werden und alle weiteren Wahlberechtigten den Weg an die Urnen finden, das haben vor vier Jahren im Mai die Wahlen zum Städteregionsrat und noch deutlicher die zwei Wochen später stattfindende Stichwahl dokumentiert. Nur etwa die Hälfte der Einwohner der Städteregion machte im ersten Wahlgang von ihrem Recht Gebrauch. In Stolberg waren das von 44.534 Wahlberechtigten 16 923 Urnengänger und nur 5992 Briefwähler, wobei 6860 die Unterlagen dazu angefordert hatten.

Bei der Stichwahl zwei Wochen später fiel die Resonanz noch dramatischer aus. Die Wahlbeteiligung lag unter 22,5 Prozent: Von 44.509 wahlberechtigten Stolbergern zog es 9994 in die Wahllokale, 4862 machten Briefwahl. Oder anders gesagt: 29 653 verzichteten auf ihr Wahlrecht.

So richten sich in den Kreisen der Parteien und Kandidaten alle Augen auf die Beteiligung: Wird es möglich sein, heute mehr Bürger zum Wahlgang für das Amt des Städteregionsrates bewegen zu können? Der scheidende Städtetegionsrat Helmut Etschenberg forderte am Freitag noch einmal ausdrücklich, mit einer starken Wahlbeteiligug Einsatz für die Demokratie zu zeigen.

Wer, wie, was? Die Wahl zum Städteregionsrat kurz erklärt

Unabhängig von der Wahlbeteiligung wäre es für einen der sechs Kandidaten ausreichend, 50 Prozent plus eine Stimme zu erhalten, um in das Amt gewählt zu sein. Dass dies gelingen könnte, käme einer politischen Sensation gleich. Beobachter gehen überwiegend davon aus, dass ein zweiter Wahlgang erforderlich wird.

In Stolberg weist das Wahlamt nochmals darauf hin, dass wahlberechtigt ist, wer am Wahltag die folgenden Voraussetzungen erfüllt: Deutscher ist im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes oder Unionsbürger, das 16. Lebensjahr vollendet hat und mindestens seit dem 19. Oktober 2018 im Wahlgebiet (Städteregion Aachen) seine Wohnung hat oder sich sonst gewöhnlich aufhält und keine Wohnung außerhalb des Wahlgebiets hat. Die Wähler können in den Wahllokalen im Stadtgebiet am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr ihre Stimme abgeben. Das Vorhandensein einer Wahlbenachrichtigung zur Wahl im Wahllokal sei nicht erforderlich, wenn der Wahlberechtigte auf der Grundlage der oben genannten Voraussetzungen im Wählerverzeichnis eingetragen ist und sich entsprechend ausweisen kann.

Eine Besonderheit besteht bei dieser Wahl für die beiden Mausbacher Stimmbezirke 1001 und 1101, die nicht wie gewohnt im Schulgebäude zu finden ist. Angesichts der dortigen Umbauarbeiten sind beide Wahllokale in den Containern auf dem Schulhof barrierefrei zu erreichen und entsprechend ausgeschildert.

Wahlservice im Ratssaal

Wahlvorsteher in Stolberg ist angesichts der Kandidatur des Bürgermeisters der Erste Beigeordnete Robert Voigtsberger. Wie gewohnt, können am Wahlabend die Ergebnisse aus Stolberg und den anderen Kommunen der Städteregion im Ratssaal von allen Interessierten live verfolgt werden. Gleiches gilt für den Mediensaal des Aachener Städteregionshauses an der Zollernstraße, wo auch die Kandidaten erwartet werden.

(-jül-)
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