Städteregion: Feuerwehren vergeben Auszeichnungen

Langjähriger Einsatz bei der Feuerwehr : Unverzichtbar auch nach dem Ende der aktiven Laufbahn

Man möchte sich lieber nicht vorstellen, wie es in der Städteregion mancherorts aussehen würde, hätte es sie nicht gegeben: die Feuerwehrleute der vergangenen Jahrzehnte.

„In all den Jahren haben sie Brände bekämpft und Leben gerettet, und dieses Erbe wollen wir Jungen fortführen“, bekräftigte der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Andreas Dovern. Er tat dies vor den Ehrenabteilungen der städteregionalen Freiwilligen Feuerwehren, die in Herzogenrath zusammengekommen waren. Das sind alljährlich mehrere hundert gestandene Feuerwehrleute, die so schnell nichts mehr aus der Ruhe bringen kann. Sehr wohl aber – und deswegen gibt es diese Abteilungen unter anderem – werden sie und ihre Erfahrung auch nach ihrer Dienstzeit noch hoch geschätzt. Oder wie Dovern es beschrieb: „Feuerwehrmann zu sein ist eine Berufung, die mit dem Austritt aus dem aktiven Dienst nicht aufhört. Das bleibt man ein Leben lang.“ Und was die Feuerwehren der Städteregion gemeinsam zu leisten in der Lage seien, zeigten diese schon seit Jahren, betonte er. Wenn es etwa um die gemeinsame Ausbildung oder die Förderung des Nachwuchses und des Ehrenamts im Allgemeinen gehe.

Mit der Verabschiedung von Bernd Hollands aus dem Amt des Kreisbrandmeisters im August gab es in diesem Jahr auch personell einen bedeutenden Wechsel, stellte Dovern fest. Auf den Mann aus Kohlscheid folgte mit Thomas Sprank erneut ein Kohlscheider, der die Gelegenheit nutzte, sich kurz vorzustellen. „Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die einerseits in der Feuerbekämpfung, andererseits im Bergbau tätig gewesen ist“, erzählte er. Entsprechend ausgeprägt sei bei ihm das in beiden Berufen so typische Gefühl für Kameradschaft und Zusammengehörigkeit. Sein neues Amt als Kreisbrandmeister wolle er nun nach dem Grundsatz des Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi ausfüllen: „Mit Herz, Hand und Verstand.“

Gewissermaßen als Gastgeber der Jahresversammlung lobte auch Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch die Arbeit der ehemaligen und aktiven Feuerwehrleute. Sie leisteten im Dienst der Nächstenliebe unkompliziert Hilfe, ohne dabei auf Nebensächlichkeiten wie gesellschaftlichen Status, Einkommen, Glauben oder Herkunft zu achten, sagte er. Ganz in diesem Sinne folgte dann auch der wichtigste Tagesordnungspunkt des Jahrestreffens, die Ehrung der langjährigen Mitglieder. Insgesamt wurden diesmal 41 Feuerwehrleute ausgezeichnet, von denen Hermann Brandenburg aus Monschau besonders hervorzuheben ist. Er war 1943 eingetreten und feierte stolze 75 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr.

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