Stolberg: Stadt eröffnet Integrationsratsbüro: Anlaufstelle für Migranten

Stolberg: Stadt eröffnet Integrationsratsbüro: Anlaufstelle für Migranten

Die Kupferstadt verstärkt ihr Engagement für die Integration: Ahmet Ekin, Vorsitzender des Stolberger Integrationsrats, begrüßte jetzt zahlreiche Gäste zu der offiziellen Einweihung des neuen Integrationsratsbüros im Rathaus.

„Dieses Büro ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Migranten in Stolberg“, sagte Ekin und sprach die Terroranschläge in Frankreich an, die die Welt erschütterten.

„Terror hat keine Religion“, betonte Ekin. „Solche schrecklichen Taten dürfen unser friedliches Zusammenleben nicht zerstören.“ Pfarrerin Elke Gericke pflichtete dem Integrationsratsvorsitzenden bei: „Angesichts der Ereignisse in Paris muss klar sein, dass es keine Alternative dazu gibt zusammenzuarbeiten.“ Als positives Beispiel hob Gericke den interreligiösen Dialog in Stolberg hervor, der inzwischen unter der Federführung des Integrationsrats steht.

„Feste Anlaufstelle“

Bürgermeister Tim Grüttemeier bezeichnete die Einrichtung des neuen Integrationsratsbüros als konsequent. „Es ist absolut richtig, dass dieses von Bürgern gewählte Gremium jetzt auch über eine feste Anlaufstelle im Stolberger Rathaus verfügt“, erklärte Grüttemeier. Außerdem sei es ein wichtiges Zeichen, dass das Büro „nicht irgendwo im Stolberger Rathaus versteckt liegt“. Tatsächliche befindet sich das neue Integrationsratsbüro im ersten Stock des Verwaltungsgebäudes — gleich gegenüber dem Bürgermeisterbüro.

Die Anlaufstelle für Migranten und all diejenigen, die Fragen oder Anliegen zum Thema Integration haben, wird dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet sein. „Bald werden wir an der Türe des Büros zudem die Telefonnummern der Mitglieder des Integrationsrats anbringen, so dass man immer einen Ansprechpartner finden kann“, kündigt Ekin an.

Termine in dem Büro seien auch nach vorheriger telefonischer Absprache möglich. In seiner neuen „Zentrale“ biete der Integrationsrat Hilfe und Beratung an, etwa bei Behördengängen. „Wenn wir selbst bei manchen Sachen nicht helfen können, finden wir heraus, wer es kann, und stellen den Kontakt her“, versichert Ahmet Ekin.

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