Stolberg-Mausbach: Stadt erinnert an Familie Imdorf

Stolberg-Mausbach: Stadt erinnert an Familie Imdorf

Die Geschichte der Familie Imdorf ist fest mit der Geschichte Stolbergs verwurzelt. Rund 250 Jahre lassen sich die Spuren der jüdischen Großfamilie zurückverfolgen.

Doch auch die Imdorfs, die bis 1941 noch in Mausbach und Gressenich wohnten, blieben nicht vom Terror des Naziregimes verschont.

In Kürze, genauer gesagt am 24. November, wird die Stolberger Stadtverwaltung auf Antrag der „Gruppe Z“, die sich mit der Geschichte der Nazizeit in Stolberg kritisch auseinandersetzt, zum Gedenken an die Familie Imdorf Stolpersteine verlegen lassen. Unterstützung findet die Aktion auch durch den Mausbacher Arbeitskreis Geschichte und einige Privatpersonen.

Fünf der Steine werden an der Gressenicher Straße 33 in Mausbach verlegt. Die anderen Steine werden an der Straße „Auf der Eiche“ in Gressenich ihren Platz finden, und zwar vor den Häusern 8 und 15. „Einzelne überlebende Familienmitglieder haben ihre Teilnahme an der Verlegung der Steine zugesagt“, erklärt Robert Voigtsberger, Erster Beigeordneter der Stadt Stolberg.

Es sind nicht die ersten Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig, die in der Kupferstadt verlegt werden. Bereits 2015 sind am Steinweg in der Innenstadt feierlich die ersten Steine zum Gedenken an die Opfer des Naziregimes platziert worden. „Die Erfahrungen aus der ersten Verlegung zeigen, dass das Erinnerungsprojekt positiv aufgenommen wird“, sagt Robert Voigtsberger. Viele Interessierte haben bei der Veranstaltung im Steinweg teilgenommen.

An diesem Mittwoch, 2. November, wird sich der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus noch einmal mit den Stolpersteinen beschäftigen. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr.

(slg)
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