Stolberg-Atsch: St. Sebastianus verabschiedet Pfarrer Heinz-Arnold Heinrichs

Stolberg-Atsch: St. Sebastianus verabschiedet Pfarrer Heinz-Arnold Heinrichs

Mit einem feierlichen Gottesdienst hat die Atscher Pfarrgemeinde St. Sebastianus am Samstag ihren langjährigen Pfarrer Heinz-Arnold Heinrichs verabschiedet. In der vollbesetzten Kirche würdigte der Aachener Domkapitular Heiner Schmitz den 69-Jährigen als „glaubwürdigen und gutmütigen Hirten” seiner Gemeinde und bedankte sich für seinen „selbstlosen Dienst” als Pfarrer und Seelsorger.

Neben Domkapitular Schmitz als Hauptzelebrant des Abends feierten die Pastoren Hans-Rolf Funken, David Mesghinna, Bernd Schmitz, Christoph Schneider und Rudolf Marek sowie Diakon Achim Jaskulski gemeinsam mit Heinrichs die letzte heilige Messe in seiner Funktion als Atscher Pfarrer.

Freude über die Kinder

Für ein gelungenes Rahmenprogramm sorgten außerdem der Atscher Kirchenchor unter der Leitung von Benjamin Schnarr, ein Bläser-Ensemble und die zahlreich erschienenen Atscher Vereinsabordnungen. Besonders gefreut haben wird sich Heinrichs wohl auch über die Kinder des katholischen Kindergartens in der Atsch, die sich mit einer selbst gebastelten Girlande und den besten Wünschen für seinen nächsten Lebensabschnitt bei ihm bedankten. Denn „besonders die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern lag Heinrichs sehr am Herzen”, weiß Maria Melzener vom Atscher Pfarrgemeinderat. „Das war seine große Leidenschaft”.

Und so gab es zum Ende der Messe nicht nur Applaus für den Mann, der am 1. Oktober 1986 als Nachfolger von Pfarrer Karl-Josef van Kück die Atscher Pfarrstelle übernommen hatte, auch die ein oder andere Träne floss unter den zahlreichen Gästen und natürlich bei Heinrichs selbst. „Es war keine leichte Entscheidung”, erzählt Alice Bongard aus dem Atscher Kirchenvorstand. Der erkrankte Pfarrer, der im Juli 2006 sein 40-jähriges Priesterjubiläum feierte, sei tief mit der Atsch verwurzelt gewesen und gehörte fest zum Bild der Gemeinde. Doch auch in Zukunft wird der wahrscheinlich letzte Atscher Pfarrer nicht aus dem Leben der Gemeinde verschwinden.

Weiterhin bewohnt er das Atscher Gemeindehaus und wird zusammen mit seiner Gemeinde die heilige Messe feiern. Abgerundet wurde die Verabschiedung durch einen Umtrunk im Anschluss an die feierliche Messe. Denn nach über 22 Jahren im Dienst der Atscher Pfarrgemeinde hatte man sich noch viel zu erzählen.

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