Sportvereine mit eigenen Anlagen werden gefördert

Sportförderung von 25.000 Euro : Vereine können ab sofort Anträge einreichen

Die Sportler in Stolberg sollen gefördert werden. Aus diesem Grund sollen Sportvereine, die über eine eigene Anlage verfügen, finanziell unterstützt werden und zwar im Rahmen des „Konzepts zur Förderung von Investitions- und Unterhaltungsmaßnahmen“.

Zum ersten Mal wurden dafür vom Stadtrat im Haushalt 25.000 Euro bereitgestellt. Der erste Verein, der davon profitierte, war der TC Blau-Weiß Stolberg.

Auch im kommenden Jahr soll wieder eine Förderung in Höhe von 25.000 Euro bereitgestellt werden. Zielgruppe sind vor allem die Vereine, die ihre eigenen Anlagen bisher auch in Eigenregie unterhalten mussten. Das betrifft in Stolberg vor allem Pferde- und Tennissport treibende Vereine. Um sie über das Programm auszuklären, lud die Stolberger Verwaltung nun zu einer Infoveranstaltung in den Ratssaal ein.

Will ein Verein einen Förderantrag stellen, muss er einige Förderkriterien erfüllen. Antragsberechtigt sind Stolberger Vereine, die als gemeinnützig anerkannt wurden und deren Vereinstruktur stabil ist. Heißt: Vereine, deren Bestand nicht gefährdet ist. Zu den Förderkriterien zählt auch, dass der Verein Jugendarbeit betreibt, eine vereinseigene Anlage unterhält und für diese keine anderen Zuschüsse erhält.

Will ein Verein eine Förderung erhalten, muss er ein Sanierungskonzept über die zu fördernden Maßnahmen vorlegen – Kostenkalkulation inklusive. Grundsätzlich gilt: Es müssen zwei Kostenangebote und ein Finanzierungsplan beigelegt werden.

Die Antragstellung ist ab sofort und bis zum 1. März möglich. Später eingegangene Anträge werden allerdings nicht automatisch für das kommende Haushaltsjahr berücksichtigt. Dann muss der Antrag erneut eingereicht werden. Sind die Anträge eingereicht, werden diese von der Verwaltung überprüft. Anschließend findet eine Beratung mit dem Stadtsportverband statt. die Entscheidung, welcher Verein gefördert wird, trifft letztlich der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST).

Die Stellungnahme des Sadtsportverbandes zu den einzelnen Anträgen soll in die Beratung einfließen. Die Auszahlung der Mittel erfolgt nach der Genehmigung des Haushaltes und nach dem Abruf der Mittel durch den Verein in maximal drei Teilbeiträgen. Die Auszahlung des zweiten und dritten Teilbetrags erfolgt erst auf Rechnungsnachweis der Mittelverwendung aus den vorangegangenen Auszahlungen. Spätestens drei Monate nach Abschluss muss ein Verwendungsnachweis über die Maßnahme vorgelegt werden.

Und wer erhält die Förderung, wenn mehrere Anträge eingereicht werden? EIne Priorisierung soll anhand folgender Kriterien erfolgen: Eine Rolle spielen die Anzahl der Mitglieder und die Anzahl der jugendlichen Mitglieder, eine positive Auswertung zur Mitgliederentwicklung, die Beurteilung der bisherigen Unterhaltung der Sportanlage, die Berücksichtigung von früheren Zuschussgewährungen durch die Stadt und die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit der Maßnahme in die Vereinsanlage.

Nach dem Vortrag gab es von den anwesenden Vereinsvertretern natürlich auch etliche Rückfragen. Zum Beispiel, was genau gefördert wird. Als Beispiele dafür wurden unter anderem Rasenmäher oder auch Walzen angeführt. „Man muss immer überlegen, ob es dadurch einen Mehwert gibt“, erklärte Sportamtsleiterin Patra Jansen. Und auch Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger erklärte, dass es wichtig sei, dass das geförderte Gerät nötig sei, um den Sport ausüben zu können. Sportgeräte seien allerdings nicht förderfähig, erklärte er.

Wichtig sei zudem, dass keine Maßnahmen gefördert werden können, die bereits abgeschlossen wurden. „Wichtig ist, dass nicht vergangene Maßnahmen abgerechnet werden. Das ist nicht Sinn und Zweck des Programms“, so Voigtsberger weiter.

Er, Petra Jansen und Gerd Schnitzler, Vorsitzender des Stolberger Stadtsportverbandes, ermutigten die Vereine dazu, Anträge einzureichen. Wer gefördert wird, steht dann voraussichtlich im Juni des kommenden Jahres fest, wenn im ASKST das Thema auf der Tagesordnung steht.