Stolberg: „Speed-Dating“ einmal anders: Jugendliche diskutieren mit Politikern

Stolberg : „Speed-Dating“ einmal anders: Jugendliche diskutieren mit Politikern

Ein „Speed-Dating“, eine um 1998 in den USA entworfene Methode, neue Flirt- oder Beziehungspartner zu finden, fand jetzt in abgewandelter Form zwischen Jugendlichen und Stolberger Kommunalpolitikern statt. Denn während den Jugendlichen einerseits wichtig ist, politische Parteien außerschulisch kennenzulernen, möchten die Politiker andererseits wissen, was die jungen Leute in Stolberg bewegt.

An fünf Tischen im Restaurant Zinkhütte saßen sie also, um sich erst einmal kennenzulernen und sich im zweiten Schritt zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen auszutauschen. Nach 20 Minuten wechselten die Erwachsenen, allen voran Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, die Tische und diskutierten die spezifischen Themen — Schule, Freizeit, Digitalisierung und Infrastruktur, Europa und „All you can ask“ — mit der nächsten Gruppe.

Feine Häppchen und andere leckere Snacks wurden von Serkan Sistermann und seinem Team für die lockere Runde zubereitet. Foto: M.-L. Otten

„Food and Talk“

Zwischen den Dialogen servierte das Team um Serkan Sistermann kleine Happen zu essen, sowie es dem Motto „Food and Talk“ entsprach. Aufgerufen zu diesem Treffen hatten Herman Moonen, mobiler Jugendarbeiter der Stadt Stolberg und die drei Sprecher des Jugendparlamentes: Julia Hellebrand, Steffi Khan und Jorick Espeter.

Erkundigten sich die Politiker zunächst nach den Gründen des Engagements, sprachen die Jugendlichen die für sie wichtigen Themen gleich an. Da ging es um die schlechte Anbindung in den Außenbezirken Stolbergs, und wie diese gelöst werden können, um die Vermeidung von Plastikmüll, der nicht nur die Meere verunstaltet, um die Schwierigkeiten zur Einheit Europas oder sogar um Donald Trump.

Zum Thema Freizeit machte Julia Hellebrand auf einen weiteren Filmabend im Kulturzentrum Frankental aufmerksam. Am kommenden Freitag, 15. Juni 2018 wird um 18 Uhr der Abenteuerfilm „A World Beyond“ gezeigt, und dies bei freiem Eintritt. Der Dialog zwischen Jugend und Politik war eine erste Annäherung, die ausgebaut werden soll.

(mlo)
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