Stolberg: SPD will Bürger an ökologischem Flächenmanagement beteiligen

Stolberg: SPD will Bürger an ökologischem Flächenmanagement beteiligen

Mit ihren Bemühungen um klimafreundliche Mobilität wird die Stolberger Stadtverwaltung auch einem Antrag gerecht, den die Kupferstädter SPD im August gestellt hat.

„Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass nach der Erstellung eines konkreten kommunalen Konzeptes für nachhaltige Mobilität dahingehende Investitionen mit bis zu 250.000 Euro aus Bundesmitteln bezuschusst werden“, betont Patrick Haas.

Der Stadtverbandsvorsitzende gliedert den Antrag der Sozialdemokraten allerdings in zwei Teilkonzepte: Neben klimafreundlicher Mobilität regt die SPD ein klimagerechtes Flächenmanagement für Stolberg an.

„Mit beiden Teilkonzepten können sowohl eine Öffentlichkeitskampagne als auch eine breite Bürgerbeteiligung angestoßen werden“, sagt Haas. In der möglichst frühen Beteiligung der Bürger liege ein hohes Potenzial, die Planungen von Beginn an transparent und kooperativ zu gestalten.

Frühe Bürgerbeteiligungen

„Chancen und Optimierungsmöglichkeiten können so frühzeitig erarbeitet, Hemmnisse identifiziert und konstruktiv beseitigt werden.“ Klimafreundliche Mobilität und klimagerechtes Flächenmanagement sollten auf politischer Ebene mit dem Arbeitskreis Klimaschutz und auf der anderen Seite mit Bürgerbeteiligungen begleitet werden, um Inhalte und Ziele der Teilkonzepte zu formulieren und diese dann mit der Verwaltung abzustimmen.

Stolberg habe seine ganz eigenen Reize, aber auch seine eigenen Problematiken wie viele schöne Altbauten oder die Tallage der Innenstadt. „Und zur Lebensqualität in der Kupferstadt gehört auch ein angenehmes Klima. Daher sehen wir etwa Altbausanierung als ein sehr wichtiges Thema an, denn dadurch können Energie eingespart und Treibhausgase zu Gunsten des Klimas vermindert werden“, erläutert Haas. Lufthygienischen und stadtklimatischen Anforderungen entsprechen, könne die Stadt Stolberg sehr wohl auch im Bereich Stadtentwicklung.

Ob bei dem Projekt „Flächenpool NRW“, bei dem drei gewerbliche Brachflächen im Stadtgebiet revitalisiert werden sollen, dem integrierten Entwicklungskonzept Talachse, Quartiersplanungen wie in Büsbach oder auf der Liester, Neuansiedlungen von Wohnraum oder Gewerbe oder der Schließung von Baulücken — klimagerechtes Flächenmanagement sei notwendig.

„Grünflächen mit entsprechender Vegetation sowie Freiflächen sind einzuplanen und aufgrund der Topographie Stolbergs dürfen Frischluftschneisen nicht vernachlässigt werden“, zählt der Stadtverbandsvorsitzende der SPD auf. In einer Bestandsaufnahme sollten alle relevanten Informationen zusammengestellt und aufbereitet werden, und in einer anschließenden Potenzialanalyse die bestehende Flächennutzung sowie mögliche künftige Alternativen in Hinblick auf Klimaschutz bewertet werden.

Daraus solle ein Maßnahmenkatalog zur klimagerechten Flächenentwicklung entstehen, der dank eines Controlling-Konzepts auch umgesetzt werden soll.

(dim)