Stolberg: SPD-Ortsverein Nord-Süd: Generationswechsel im Vorstand

Stolberg: SPD-Ortsverein Nord-Süd: Generationswechsel im Vorstand

Patrick Haas ist der neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins (OV) Stolberg Nord-Süd. Bei der Jahreshauptversammlung des OV erhielt der 30-Jährige mit 27 Ja-, einer Neinstimme und zwei Enthaltungen ein klares Votum.

Haas dankte den Mitgliedern für den „Vertrauensvorschuss” und warb für Unterstützung beim bevorstehenden Landtagswahlkampf. „Der Vorsitz dieses OV ist eine große Aufgabe. Ich hoffe auf weiterhin gute Zusammenarbeit, um gemeinsam mit Euch die Arbeit von Rolf Engels - Politik nah bei den Menschen - fortführen zu können”, richtete Haas das Wort an die Versammlung.

Zuvor verabschiedeten die Mitglieder einstimmig eine Satzungsänderung, die die Erweiterung des neuen Vorstands um einen Organisationsbeauftragten vorsieht. Der scheidende Vorsitzende Rolf Engels blickte auf zwei aktive Jahre des Ortsvereins, der sich auf elf Wahlkreise und damit das halbe Stadtgebiet erstreckt, zurück.

So habe sich der Ortsverein unter anderem für die Modernisierung und Barrierefreiheit des Hauptbahnhofs eingesetzt und positiv auf Dauer und Verlauf der XXL-Baustelle in Büsbach und Münsterbusch eingewirkt. „Initiativ waren wir auch bei der Verbesserung der Schullandschaft Liester, insbesondere in puncto Gesamtschule, die mittlerweile viele Freunde gefunden hat - auch in Parteien, die vorher nichts damit zu tun haben wollten”, führte Engels aus.

Er verwies zudem auf das Engagement für die Nahversorgung der Bevölkerung und die Verkehrssicherheit. „Wir werden uns mit einer neuen Mannschaft weiterhin für die Bürger einsetzen und immer ein offenes Ohr für ihre kleinen und großen Probleme haben”, betonte Engels, der dem Vorstand als einer der stellvertretenden Vorsitzenden erhalten bleibt. Nach einem Grußwort des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Martin Peters, der Engels für seine geleistete Arbeit dankte, referierte der Fraktionsvorsitzende Dieter Wolf zu dem Thema „Stolbergs schwerer Weg raus aus der Schuldenfalle”.

Wolf bezeichnete das Stärkungspaket Stadtfinanzen als Chance für die Kupferstadt - allerdings müsse im Haushaltssicherungskonzept noch eine Lücke von sechs Millionen Euro geschlossen werden, um die insgesamt 35 Millionen des Pakets zu erhalten. „Dennoch dürfen wir die kommunale Infrastruktur beim Sparen nicht gefährden. Wir wollen kein Stolberg ohne Schwimmbad, Bücherei und Erwachsenenbildung, wir wollen keine tote Stadt”, mahnte Wolf. Er bekräftigte, der Bund müsse weitere Sozialkosten tragen, die bisher auf den Kommunen lasten.

Außerdem richtete er den Blick auf die Regionsumlage: Stolberg zahle jährlich 32,5 Millionen Euro an die Städteregion - eine Summe die dringend gekürzt werden müsse. Auch die 2,3 Millionen Euro, welche die Kupferstadt jährlich als Finanzbeteiligung zur Deutschen Einheit aufbringt, müssten auf den Prüfstand.

Die neue Vorstandsmannschaft im Überblick

Vorsitzender: Patrick Haas; Stellvertreter: Willi Classen, Rolf Engels, Rolf Pompejus, Turgay Sacu; Kassierer: Peter Fischer, Helmut Grosche (stellv.); Schriftführer: Klaus Schlösser, Nicole Weiden-Luffy und Hildegard Nießen (stellv.); Beauftrage Öffentlichkeitsarbeit: Rolf Engels, Patrick Haas (stellv.); Seniorenbeauftragte: Helga Prehler, Klaus Schlösser (stellv.); Bildungsbeauftragter: Hartmut Simmelink-Weinstein; Organisationsbeauftragter: Turgay Sacu; Beisitzer: Ludwig Bonaventura, Rita Classen, Marliese Fischer, Karl Giesen, Josef Keischgens, Gottfried Klein, Esther Kreutzer, Liselotte Kull, Willi Latz, Andrea Liepert, Sarwar Momand, Edmund Offermann, Walter Otto, Irmgard Pompejus, Irene Poselt, Rüdiger Prehler, Manfred Schmitz, Erika Wallas.