Stolberg: „Somebody Wrong Bluesband”: Sound wie aus einem Guss

Stolberg : „Somebody Wrong Bluesband”: Sound wie aus einem Guss

Unter dem Dach des Blues haben sich Anklänge von Rock, Swing, Jam, Country, Rhythm and Blues und anderer Musikrichtungen in der Altstadtkneipe „Piano” getroffen, als die „Somebody Wrong Bluesband” eines ihrer gefeierten Konzerte in der Kupferstadt gab.

In bester Spiellaune und mit einigen neuen Titeln im Repertoire wussten die sechs Musiker ihr Publikum erneut zu begeistern. Schon bei dem schwungvollen Start mit dem 60er-Jahre-Blues „One Way out” ließ Alex Wilde mit dem ersten Gitarrensolo aufhorchen, und in der Folge beeindruckten auch Albrecht Peltzer (Gitarre) und Martin Peltzer (Keyboards) mit ihrem solistischen Vermögen, das im sehr gut besuchten „Piano” oft mit „Szenenapplaus” bedacht wurde.

Trotz der enormen Präsenz dreier Solisten überzeugte stets das gesamte Soundgefüge der „Somebody Wrong Bluesband” mit ihrer starken und souveränen Rhythmussektion aus Chris Andrä (Schlagzeug) und Jochen Stark am Bass. Stücke wie „Dangerous Mood” (K. Moore/C. Parton), Van Morrisons „Moondance” oder „Its not my Cross to bear” der Allman Brothers erklangen wie aus einem Guss, begeisterten die Zuhörer mit Harmonie und Energie oder wie bei Mike Mattisons „Midnight in Harlem” mit einem äußerst atmosphärischen Arrangement. Zu allen Songs glänzte Sängerin Christine Isensee, die ihre Stimme mal cool bis mondän, dann wieder als leidenschaftliche Bluesröhre einsetzte.

Dem Blues treu ergeben interpretierte die erfahrene Formation gekonnt Titel wie Mack Rices Rhythm-and-Blues-Klassiker „Mustang Sally” aus dem Jahr 1965 oder auch genrefremde Stücke wie „Maybe Im a Leo”, von der britischen Rockband „Deep Purple” - 1972 auf dem Album „Machine Head” veröffentlicht.

Von dem neuen Album der „Somebody Wrong Bluesband” präsentierte die Band den Titelsong „Aint Nobody here but us Chickens” (Alex Kramer/Joan Whitney) und unter anderem den Motown-Klassiker „How sweet it is” (B. Holland/L. Dozier/E. Holland), der durch Marvin Gaye bekannt wurde, oder J. J. Cales „Cocaine”.

Big Joe Turners „Honey Hush” aus dem Jahr 1953 oder auch Aaron Nevilles „House on a Hill” waren weitere Songs, die dem Publikum offensichtlich mehr Lust auf die aktuelle CD der „Somebody Wrong Bluesband” und den nächsten Live-Auftritt in Stolberg machten.

Das nächste Konzert im „Piano”, Burgstraße 26, bestreitet die Amsterdamer Band „Jumpback” am Samstag, 24. November, um 21 Uhr.