Stolberg: Smartphones sollen bald im Badebereich verboten sein

Stolberg : Smartphones sollen bald im Badebereich verboten sein

Das Hallenbad Glashütter Weiher verzeichnet für das vergangene Jahr 196 Besucher weniger, als im Jahr 2016. Die Sanierungsmaßnahmen und Mitnutzung des Schwimmbades durch Mitglieder einer Fitnesskette und der in diesem Rahmen zusätzlich angebotenen Kurse würden jedoch gut angenommen.

Im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST), der am Mittwoch tagt, steht eine Übersicht über die Besucherzahlen auf der Tagesordnung. Die Übersicht der vergangenen beiden Jahre zeigt, dass es in den einzelnen Monaten Schwankungen bei den Besucherzahlen gab. Kamen zum Beispiel im März 2016 noch 1351 Erwachsene ins Bad, waren es im März 2017 insgesamt 991 Besucher. Im beliebten Schwimmmonat August konnte die Erwachsenenbesucherzahl um neun Personen gesteigert werden, im Dezember sank sie jedoch um 85 Personen. So zeigt der Vergleich, dass 2016 insgesamt 15439 Erwachsene den Sprung ins Wasser wagten, 2017 waren es insgesamt 14951 — ein Verlust von 488 Besuchern.

Einen Besucheranstieg gab es jedoch im Bereich der Schulen zu verkünden: 599 Schüler mehr zogen 2017 ihre Bahnen im Hallenbad. Gerade im März sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache: Es gesellten sich 1682 Schüler dazu. Einen Einbruch brachte dann der August mit sich: 2016 nutzen noch 744 Schulkinder das Schwimmbad, 2017 waren es im August 102. Unabhängig von Schulverpflichtungen konnte das Schwimmbad mehr Jugendliche anlocken. Hier listet das Hallenbad Glashütter Weiher ein Plus von 169 Tageskarten auf.

Geringe Verluste hat das Schwimmbad im Bereich der Vereine zu verzeichnen. Hier waren es im vergangenen Jahr 359 Besucher weniger als noch 2016. Die 2017 neu eingeführte Zusammenarbeit mit der Fitnesskette ACTIC Fitness brachte über eine monatlich pauschal angerechnete Besucherzahl von 200 Personen insgesamt 2300 Menschen mehr ins Schwimmbad. Die Jahreseinnahmen sanken von 194.939 Euro auf 190.985 Euro. Die Pachteinnahmen durch die Fitnesskette sind darin allerdings nicht enthalten.

Es zeige sich, dass Besucherverluste durch die Kooperation mit der Fitnesskette gut aufgefangen werden konnten. Auch Aktionen wie das „Flatrate-Schwimmen“ in den Schulferien oder die Wasserdisco mache das Hallenbad attraktiver, heißt es in den Unterlagen.

Nicht nur die Besucherzahlen sind ein Thema. Zudem soll die aus dem Jahr 2002 stammende Badeordnung erneuert werden. Hinzukommen soll das Verbot der Nutzung von Handys und Smartphones im Badebereich und den Umkleiden und der Verweis, dass das Rauchen im gesamten Gebäude untersagt ist. In der alten Badeordnung war die sogenannte Milchbar von letzterer Regelung ausgenommen. Auch im Bereich der Haftung gibt es eine Neuerung: Verwies die alte Ordnung noch auf die Möglichkeit, bestimmte Wertbeträge beim Schwimmmeister gegen eine Gebühr abzugeben, entfällt diese nun.

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