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Stolberg: Skater-Pläne für Anlage in Stolberg

Stolberg : Skater-Pläne für Anlage in Stolberg

Ideelle Rückendeckung, aber keine Finanzierungszusage kam von den Vertretern von CDU, SPD und Grüne/ABS (die FDP gab keine Stellung ab, die UWG war der Einladung nicht gefolgt), denen der Stolberger Skateclub seine Pläne zum Bau einer Skateanlage vorstellte.

Beigeordnete Elisabeth Jansen-Eschner verwies zur Orientierung bei der Realisierung auf die neue Beachvolleyball-Anlage auf der Rotsch. „Sie wurde für die Stadt kostenneutral errichtet”, sicherte die Sport- und Jugenddezernentin aber auch die Unterstützung der Verwaltung beim Schaffen von Rahmenbedingungen zu.

Entscheidung in Kürze erwartet

Der noch Stolberger Skateboardclub hatte in den wenigen Wochen seines offiziellen Bestehens bereits umfangreiche Vorleistungen erbracht, wie Helmut Wallrafen-Dreisow erläuterte.

Erste Sponsoren stehen bereit und ein Privatgelände mit guten Voraussetzungen als möglicher Standort ist ins Auge gefasst. „Wir rechnen noch in diesem Monat mit einer Entscheidung”, zeigte sich der Vorsitzende optimistisch und konnte bereits auf Pläne für eine Realisierung verweisen. Sie wurden von dem Stolberger Anlagen-Designer Daniel Dressen entworfen. Der 25-Jährige, im Hauptberuf Messebauer und seit zehn Jahren selbst begeisterter Fahrer, realisierte erst jüngst zwei große Einrichtungen.

Große Resonanz

Dressen zeichnet verantwortlich für die Indoor-Anlage „The Promise” in Heerlen, wo eine ehemalige Tennishalle auf 1200 Quadratmetern mit einem Gesamtbudget von 70.000 Euro umgestaltet wurde. Mit Handrail, kleinen und bis zu 4m großen Rampen ist sie ideal geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene und bietet Fahrspaß sowohl für Skater wie auch für BMX-Fahrer.

In Siegen gestaltete der Stolberger einen Außenplatz mit einem Kostenvolumen von rund 35.000 Euro, der vor drei Wochen eröffnet wurde. „Die Anlagen fanden eine große Resonanz auch in der vielfätigen Fachpresse”, berichtete Dressen über ein großes Echo, das auch Fahrer aus Nah und Fern anzog. Auch Wettkämpfe fanden bereits in Heerlen statt.

Wettkampfgerecht soll auch die Stolberger Skateboard-Anlage in ihrer dritten Ausbaustufe sein. Drei Anfahrtsrampen zu einer mittleren Bande sowie eine Halfpipe würde die erste Ausbaustufe anbieten, der in einer zweiten Phase mit weiteren Elementen eine größere Trickvielfalt und einen höheren Schwierigkeitsgrad verliehen werden kann.

Aktionstag geplant

Gebaut werden sollen die Elemente aus witterungsbeständigen Holz bzw. Siebdruckplatten. Sie entsprechen den Anforderungen, sind geräuscharm und preiswert. Rund 40.000 Euro müsste der Club aufbringen, um seine Anlage zu realisieren. „Die Finanzierung soll über Sponsoren erfolgen”, ist Wallrafen-Dreisow klar, dass von der Stadt kein Geld zu erwarten ist und mehr als die Hälfte der Kosten noch aufzubringen sind. „Wir werden weiter rührig bleiben”, versprach der Club, der eine realisierte Skateanlage versicherungstechnisch betreiben, beaufsichtigen und pflegen würde.

Als nächstes plant der Club einen Aktionstag auf dem Büsbacher Marktplatz.