„Jedem Garten wohnt ein Zauber inne“: Sitzung der ersten kleinen KG punktet mit vielen Highlights

„Jedem Garten wohnt ein Zauber inne“ : Sitzung der ersten kleinen KG punktet mit vielen Highlights

Beste Stimmung beim originell kostümierten Publikum im proppenvollen Saal und ein Programm voller kreativer und humoristischer Highlights – die Karnevalssitzung der KG erste kleine ist ihrem Ruf als Ausnahmeveranstaltung einmal mehr gerecht geworden.

Die Dichte der kabarettistischen und komödiantischen Programmpunkte aus den eigenen Reihen ist seit vielen Jahren einmalig im Kupferstädter Karneval und begeisterte auch jetzt wieder im Saal von „Angie‘s Bistro“.

Erste-kleine-Präsident Christian „Cher“ Erberich erntete schon zu Beginn des Spektakel viele Lacher für sein köstliches „Gedicht zum Frühling“ und führte dann durch einen langen und kurzweiligen Abend voller hausgemachter Höhepunkte. Kommandant Oliver Vinck ließ traditionell das dreibeinige Mariechen Hanno (Topoll) tanzen, bevor das Motto der Sitzung fahrt aufnahm. „Spießig wie noch nie – erste kleine Gartenkolonie“, war die Sause überschrieben, die allerlei witzige Blüten hervorbrachte.

Etwa das Trio „ZZ Topf“ aus Norbert „Paschik“ Steffens, Heinz Olbertz und Hanno Topoll. Die drei bärtigen Herren scherzten und rockten, animierten das Publikum, die Luftgitarren auszupacken, und sorgten für großartige Stimmung, als sie aus dem Song „Radar Love“ die Stolberger Variante „Hey Alaaf“ machten. Ehrenpräsident Robert Hülsen und Peter Effenberg wurden von singenden Damen unterstützt, als der erste-kleine-Gartenkolonie-Chor sein lustiges Debüt gab. Mit den weisen Worten, „jedem Garten wohnt ein Zauber inne“, sagte „Cher“ Erberich eine Varieté-Nummer von Format an, bei der Thomas Roufs und Hans-Karl „Charly“ Engels mit ihrem heiteren Gartenzauber glänzten. Wer Benno Vinck, Björn Kinkel und Oliver Vinck schon bei einer ersten-kleinen-Sitzung in Aktion erlebt hat, weiß: Angezogen können sie es nicht. Diesmal bewiesen sie in ihrem Sketch, dass sie mehr oder weniger jonglieren können und ließen ihren humorvollen Auftritt in einen gepflegten Männer-Strip münden.

Und die erste kleine hatte noch viel mehr zu bieten, brachte zum Beispiel einige Schlafmützen auf die Bühne, die den „Scheiß Mondachmorje“ besangen. Weltformat hatte die Show „Disco Vogelsang“, bei der Herbert „Keule“ Wenn in die Rolle von „Elvis Offermanns“ schlüpfte. Als solcher deckte er auf, dass die Schwester von Catherine Zeta-Jones den Namen Para Zeta-Mol trägt, und Elvis Presley mit „Love me tender“ nicht nur ein Lied für Lokomotivführer gesungen hat. Denn auch für den Heimweg zum Donnerberg gebe es einen Elvis-Song: „Return to Sender“.

Musikalisch schlug Wenn die Brücke von Englisch zum Stolberjer Platt und umgekehrt. Seine Interpretationen von „An Ass was flying up the Roof“ und dem „Birdsinger-Song“ kamen ebenso gut an wie sein Lied über die „first little“. Grandios war auch der Auftritt der „erste kleine Band“, die von den versierten Gastmusikern Bernd, Mats und Henrik Müller sowie Uli und Silas Nobel gekonnt unterstützt wurde. Einziger Makel der Band: Die Sänger beherrschten nur einen einzigen Text. Doch zahlreiche Aktive der ersten kleinen machten daraus eine Tugend und sangen „Drink doch ene met“ zur Freude der Gäste in überraschenden Variationen, die sich allesamt hören lassen konnten.

In wechselnden Besetzungen präsentierte die Band den Klassiker der „Bläck Fööss“ zu Melodien wie „Yellow Submarine“, „Blowin‘ in the Wind“, „No Woman, no Cry“, „Another Brick in the Wall“ oder „We will rock you“ und sparten selbst die Deutsche Nationalhymne als Grundlage für den kölsche Text nicht aus. Als die erste kleine die Prinzengarde der Ersten Großen KG begrüßte, zeigte die Stolberger Tollität Ecki I. (Eckhard Braun) sich begeistert von der jecken Stimmung im Saal und begeisterte dann selbst mit seinem Hofstaat die Massen. Zu Prinzenlied und Medley feierten Kleingärtner, Blumen, Bäume, Gartenzwerge und Co. ausgelassen.

Dem passionierten Oldtimer-Freund und Hobbyschrauber Ecki überreichte „Cher“ Erberich einen Werkzeugkoffer, der freilich auf spezielle erste-kleine-Art gefüllt war. Sehenswert war auch die Show der „Community Dancer“, die das Publikum von der vermeintlich spießigen Kleingartenkolonie in die pratschjecke Großstadt Köln entführten. Die Livemusik der ersten-kleinen-Akteure wurde sowohl durch die Band „Puddelrüh“ ergänzt, als auch durch die Trompetenbläser Donnerberg, die zum 30. Mal für feinste Stimmung bei einer Sitzung der ersten kleinen KG sorgten.