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Stolberg: Siebertz: Ämterfusion nicht geplant

Stolberg : Siebertz: Ämterfusion nicht geplant

Bislang schwirrte die Idee allein in einigen Köpfen der städtischen Verwaltung, Elisabeth Jansen-Eschner hat ihr nun erstmals eine kompetente Stimme verliehen.

Weil die Arbeitsbereiche Kultur und Tourismus viele Berührungspunkte haben, regt die Dezernentin für Kultur, Sport und Schule eine Zusammenlegung in einem Amt an. "Das wäre inhaltlich sinnvoll und organisatorisch effektiv", lautet ihre Begründung, die allerdings nicht überall auf Zustimmung stößt.

Dass Synergieeffekte gerade in Zeiten leerer öffentlicher Kassen genutzt werden sollten, befürwortet auch Hans-Josef Siebertz ausdrücklich. Die Notwendigkeit einer Zusammenlegung von Arbeitsbereichen, die unterschiedlichen Ämtern zugeordnet sind, sieht der Bürgermeister derzeit jedoch nicht.

Siebertz: Umdenken!

"Wir müssen fort von diesem Anspruch auf Begrenzung der Ämter", fordert der Verwaltungschef ein Umdenken, das er seit seiner Wahl zumindest in Teilen schon umgesetzt sieht. Als aus seiner Sicht bestes Beispiel führt er die Zusammenfassung von Standes- und Einwohnermelde- zum Bürgeramt an. Und das Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus, das im Jahr 2000 auf seine Initiative hin ins Leben gerufen worden ist.

"Tourismus hat schließlich nicht nur etwas mit Kultur, sondern auch mit Wirtschaftsförderung zu tun", argumentiert Siebertz und stuft die seit der Amtsgründung gemachten Erfahrungen in diesem Sinne sehr positiv ein.

Eine Änderung soll es deshalb auch in absehbarer Zeit nicht geben. Lokale Globalisierung könnte die Alternative benannt werden, oder: grenzenloses Arbeiten in der Verwaltung.