Stolberg: Shisha-Bar-Betreiber wegen versuchten Totschlags angeklagt

Stolberg: Shisha-Bar-Betreiber wegen versuchten Totschlags angeklagt

In diesem Fall geht‘s zügig zu bei der Justiz: Ein 23 Jahre alter Deutsch-Syrer muss sich wegen eines blutigen Vorfalls am 1. März ab Donnerstag vor dem Aachener Landgericht verantworten. Dem Stolberger Betreiber einer Shisha-Bar an der Rathausstraße werden versuchter Totschlag nebst gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt.

Hintergrund ist eine Auseinandersetzung am Abend des besagten Donnerstags mit drei Männern in dieser Shisha-Bar. Als diese bereits beendet war und die drei späteren Opfer sich auf den Weg zu ihren Autos begeben wollten, folgte der Beschuldigte dem Trio.

Als er es etwa in Höhe des „Kodi“ eingeholt hatte, soll er laut Anklage mit einem sogenannten Faustmesser, das seit der Novellierung des Waffengesetztes vor 14 Jahren verboten ist, auf die Drei eingestochen haben. Einhalt geboten hätten erst Passanten dem Messerstecher. Die Opfer wurden bei der Attacke durch die Stiche in Beinen, Armen, Händen und Oberkörper unterschiedlich schwer verletzt.

Ein Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen im linken Brustbereich — in einer Höhe, in der man laut Staatsanwaltschaft hätte wissen müssen, dass die Stiche tödliche Folgen haben könnten. Entsprechend klagt sie versuchten Totschlag an. Mit dieser Straftat begründet war auch der Haftbefehl, mit dem der noch am Tattag festgenommene 23-Jährige in Untersuchungshaft geschickt wurde.

Aus der wird er am 28. Juni um 9 Uhr der 1. Schwurgerichtskammer im Aachener Justizzentrum vorgeführt. Sie hat erst einmal zwei weitere Verhandlungstage am 29. Juni und 2. Juli angesetzt (Az.: 52Ks9/18).

(-jül-)