Senioren sollen mit "euPrevent" in den Fokus in Stolberg rücken

Drei geplante Projekte : Senioren sollen noch weiter in den Fokus rücken

Senioren sollen in Stolberg noch mehr in den Mittelpunkt gestellt werden. Ende März fällt der Startschuss mit einer Veranstaltung im Zinkhütter Hof, bei der ehrenamtliche und hauptamtliche Akteure der Seniorenarbeit zusammenkommen sollen.

Weitere Projekte sollen folgen – und zwar im Rahmen des Projekts „euPrevent“. Schließlich ist Stolberg eine von elf deutschen Kommunen, die an dem grenzüberschreitenden und durch die Europäische Union geförderten Projekt teilnimmt. Insgesamt sind 31 Kommunen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden mit von der Partie.

Bereits im September 2016 startete „euPrevent“ mit dem dreijährigen Projekt „Seniorenfreundliche Gemeinden“. An diesem sind verschiedene Partner aus der gesamten Euregio Maas-Rhein beteiligt. Das Projekt befasst sich vor allem mit dem aktiven Altern in seniorenfreundlichen Gemeinden.

Teil des Aktionsplans

Der Schwerpunkt liegt auf der psychischen Gesundheit. Die Kommunen werden von verschiedenen Partnern unterstützt. Das Ziel: eine gute Versorgung und Pflege sowie die Umsetzung des Inklusionsgedankens. So sollen Senioren in ihren sozialen Teilhabemöglichkeiten unterstützt werden. In Stolberg ist „euPrevent“ deshalb Teil des Aktionsplans Inklusion, der auch die Förderung des generationsübergreifenden Miteinanders zum Ziel hat.

In Stolberg sollen nun drei Projekte realisiert werden. Dazu gehört neben der Zusammenführung und Organisation der lokalen Seniorengruppen auch der Sensibilisierungsunterricht in Schulen. Ziel ist es, Kindern im Grundschulalter bewusst zu machen, was es bedeutet, an Demenz oder an Depressionen zu leiden. Schließlich nehmen auch die Kleinsten der Familie wahr, wenn sich die Großeltern verändern. Der Sensibilisierungsunterricht umfasst zwei Sitzungen.

Beim ersten Termin findet eine niedrigschwellige Einführung zum Thema Demenz statt. Die Kinder sollen das Thema interaktiv in einem traditionellen Unterrichtsrahmen und mit Hilfe von lehrmaterial sowie der Unterstützung von erfahrenen Experten bearbeiten. In einer zweiten Sitzung besuchen die Kinder dann ältere Menschen, die in einer Senioreneinrichtung leben. Das Ziel: Jung und Alt sollen eine gemeinsame Aktivität unternehmen.

Fachvortrag

Ein weiteres Projekt: die Beratung über die Prävention von Altersdepression und Demenz. Ein Fachvortrag zu diesem Thema soll am Mittwoch, 10. April, von 17 bis 19 Uhr im Sozialpsychiatrischen Zentrum „Triangel“ stattfinden.

Über die Umsetzung der Projekte entscheiden die Mitglieder des Ausschusses für Soziales und Generationengerechtigkeit in ihrer Sitzung am Dienstag, 12. März. Diese beginnt um 18 Uhr.