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Seit zehn Jahren gibt es die Stolberger Gruppe "Fata Morgana"

Orientalischer Tanz : Durch das Tanzen selbstsicherer fühlen

Was verbindet man mit orientalischem Tanz? Aufwendige Kostüme oder mitreißende Musik?Doch nicht nur damit konnte die Gruppe „Fata Morgana“ überzeugen.

Von Kerzenständern über Flaschen bis hin zu Schwertern: Beim achten Tanzabend der Stolberger Gruppe „Fata Morgana“ gab es fast nichts, was die Tänzer nicht auf ihren Köpfen balancierten.

Der orientalische Abend mit dem Flair von Tausendundeiner Nacht, bei dem 17 Beiträge aus Tanz und Musik vor rund 80 Zuschauern in der Mehrzweckhalle der Grundschule Hermannstraße präsentiert wurden, stand unter dem Motto Selbstbeherrschung und Körperkontrolle.

Dabei bestritt die Gruppe „Fata Morgana“ den Abend nicht alleine, sondern hatte Darsteller aus Aachen, Alsdorf, Hückelhoven und Köln eingeladen. Die meisten Tänze trugen aber die Stolberger zur Veranstaltung bei: Die 15 Frauen im Alter von 20 bis 60 Jahren, die seit zehn Jahren wöchentlich zusammen trainieren, präsentierten in verschiedenen Formationen sowohl traditionellen Bauchtanz bekleidet mit vor Pailletten und Steinen glitzernden Röcken in allen erdenklichen Farben, als auch moderne Interpretationen mit Elementen aus den Tanzstilen Hip-Hop und Breakdance, wobei sie dann die Röcke gegen Jeanshosen und bauchfreie T-Shirts austauschten. Der Nachwuchs der Gruppe, die sogenannten „Belly Kids“, stand den älteren Tänzern in nichts nach.

Highlight waren die zahlreichen Utensilien und aufwendigen Kostüme, mit denen die Darsteller ihre Darbietung untermalten. Die Zuschauer ließen Schmetterlingsflügel, die mit Lichterketten ausgestattet waren, Fächer, an denen meterlanger Stoff hing, mit Federn bestickte Kleider und goldene Gehstöcke auf sich wirken. Julianna Karacsonyi, die Trainerin der Gruppe „Fata Morgana“, erläuterte: „Die Kostüme sind teils selbst gemacht und teils gekauft.“

Die Gäste aus den umliegenden Städten bereicherten den orientalischen Tanzabend mit verschiedenen Stilen wie Ballett, Contemporary Dance und Jazz Dance. Im Finale traten letztlich alle Gruppen und Einzeldarsteller zusammen auf: Rund 30 Tänzer animierten die Zuschauer zum gemeinsamen Flashmob.

Am Schluss zeigte sich Trainerin Karacsonyi erschöpft, aber zufrieden.Die Tanzpädagogin trainiert seit rund zehn Jahren Gruppen in Stolberg, Aachen und Alsdorf – und genau so lange die Stolberger Gruppe „Fata Morgana“.

„Ich möchte den Tänzern einfach Mut geben, sich durch das Tanzen selbstsicherer zu fühlen“, erläuterte die 42-Jährige. Die vielfältigen und mitreißenden Auftritte beim Stolberger Tanzabend zeigten, dass dieses Ziel erreicht wurde.