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Stolberg: Segelfliegen: Zweite Startbahn nach Nordosten

Stolberg : Segelfliegen: Zweite Startbahn nach Nordosten

Eine lang ersehnte zweite Start- und Landebahn nach Nordosten möchte der Luftsportverein Stolberg auf dem Segelfluggelände Diepenlinchen jetzt realisieren, um den Flugbetrieb zu entzerren. Seit 1987 laufen - zwischenzeitlich allerdings unterbrochene - die Bestrebungen, eine verbreiterte Start- und Landbahn auf einer Aufschüttung am Rande des Steinbruchs Vygen zu realisieren.

Diesem Vorhaben wurde von der Stadt bereits die Baugenehmigung erteilt. Es fehlen lediglich noch Restarbeiten zur Einebnung der Fläche.

Bereits heute besteht neben den beiden Start- und Landebahnen nach Südwesten hin, eine Bahn nach Nordosten hin. „Je nach Windrichtung knubbelt sich dann alles dort”, verweist Thomas Rehermann vom Vorstand darauf, dass der Luftsportverein alle Starts und Landungen über diese 900 Meter lange Bahn abwickeln muss. Die zweite 300 Meter lange und 50 Meter breite Piste soll das bestehende Fluggeschehen nur entzerren. „Es ist in keiner Weise an eine Ausweitung des Flugbetriebs gedacht”, betont Rehermann, dass weiterhin rund 1500 Starts der Vereinsmitglieder pro Jahr in Mausbach erfolgen. „Es geht nur darum, das vorhandene Provisorium endlich in geordnete Bahnen zu lenken.”

Dazu zählt auch die luftrechtliche Genehmigung für das Segelfluggelände, das bereits seit 15 Jahren im aktuellen Umfang ausschließlich vereinsintern genutzt wird. Bislang hatte die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf immer Zwischengenehmigungen für die Nutzung erteilt; nun läuft formal mit der Erweiterung das regluäre luftrechtliche Genehmigungsverfahren, in dem die Stadt beteiligt wird.

Die Verwaltung empfiehlt dem am 24. Mai tagenden Ausschuss für Stadtentwicklung, der städtische Stellungnahme zuzustimmen. Sie hat im Grunde keine Bedenken, zumal der Flächennutzungsplan das Gelände als Flugplatz ausweist und die Landebahn vom umgebenden Landschafts- und Naturschutz ausnimmt. Allerdings verweist die Stadt auf das Erfordernis eines landschaftspflegerischen Begleitplans, der laut Rehermann bereits vorliegt.

Zu einem Problem könnte aus Sicht der Stadt allerdings die geplante Verlegung einer Regenwasserleitung just über den Teil der Landebahn werden, die nun hergerichtet werden soll. Sie soll zur Entwässerung des geplanten neuen Gewerbegebietes Werther Straße dienen, für die aber angesichts des frühen Planungsstadiums noch keine konkreten Aussagen getroffen werden könnten.