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Stolberg: Sechs Städte vermarkten Kultur gemeinsam

Stolberg : Sechs Städte vermarkten Kultur gemeinsam

Das Kontrastprogramm gibt es im Vier-Farb-Druck: Während in Stolberg derzeit über den Wert der Kultur und den ihr angemessenen Etat diskutiert wird, präsentiert die Kupferstadt den Wert ihres kulturellen Programms erstmals werbewirksam in der gesamten Region.

„Kultur im Westen” heißt der Titel der Broschüre, die den hiesigen Tageszeitungen gestern beigelegt wurde und einen potenziellen Kreis von 250 000 Menschen ansprechen soll. SZ-Redakteur Michael Grobusch berichtet.

Nach der gelungenen Premiere des Printwerkes im vergangenen Sommer ist in der Ausgabe „Februar bis Juli 2003” erstmals auch Stolberg vertreten - gemeinsam mit den Städten Würselen, Eschweiler, Düren, Jülich und Alsdorf.

Dem Leser wird eine farbige Präsentation des Kulturprogramms in den jeweiligen Städten sowie eine kalendarische Übersicht geboten - ebenso ansprechend wie übersichtlich gestaltet.

„Das Angebot zum Mitmachen wurde uns spontan gemacht, und ebenso spontan haben wir es angenommen”, berichtet Sylvia Sillius von einem kurzen Entscheidungsprozess im städtischen Kulturamt.

Zurückzuführen ist die Gemeinschaftsinitiative auf ein Förderprojekt des NRW-Kulturministeriums, das für die ersten beiden Ausgaben 50 Prozent der jeweils rund 22 000 Euro Produktionskosten übernommen hat.

„Wir haben eine ungemein positive Resonanz, gerade auch, was Stolberg angeht”, zeigte sich Sigrid Kerinnis am Mittwoch gegenüber der SZ begeistert.

Die Kulturbeauftragte der Stadt Würselen koordiniert das gemeinsame Vorgehen der sechs Städte, die „Kultur im Westen” nach dem erfolgreichen „Westspitzen”-Projekt aus der Taufe gehoben haben.

„Wir begeben uns in eine neue Dimension”, stellt Kerinnis fest. Erstmalig werde für das Kulturangebot in derart geballter Form und mit einer solch hohen Auflage - 120 000 Exemplare wurden gedruckt - geworben.

„Das entspricht dem Bestreben der Landesregierung, im Rahmen einer regionalen Kulturpolitik die Region zusammenzuführen”, so die Koordinatorin.

Stolberg, das mit einer Aufschlagseite in dem 16 Blatt starken Produkt vertreten ist, lädt - unter der am Seitenkopf platzierten Burg - zu seinen Konzerten und Theateraufführungen ebenso ein wie zu Führungen und Ausstellungen.

Allein eine Ticket-Hotline wird im Gegensatz zu den anderen Städten nicht angeboten. „Das würde bedeuten, dass wir rund um die Uhr erreichbar sind oder zumindest ein Anrufbeantworter läuft, und das ist nicht der Fall”, nennt Sylvia Sillius den Grund.

Kartenbestellungen für alle Veranstaltungen sind deshalb nur zu den üblichen Verwaltungszeiten im Kulturamt der Stadt Stolberg unter folgenden Nummern möglich: 02402/76683-12 und -20.