Stolberg-Büsbach: Schwedens Lebensart hören und schmecken

Stolberg-Büsbach: Schwedens Lebensart hören und schmecken

Schweden ist das fünft-glücklichste Land der Welt — zumindest laut dem World Happiness Report der UNO. Mit den skandinavischen Nachbarländern belegen die Schweden die ersten Plätze der Glücksrangfolge, in denen ein Glücksindex aus einer Kombination von Bruttosozialprodukt, Lebensdauer und Angabe zu erlebter Freiheit, Großzügigkeit und Zusammengehörigkeit ermittelt wird.

Um zu wissen, wie die Menschen in Schweden und Skandinavien leben, brauchte man am Samstagabend nur bis Büsbach zu fahren. Im „Angie’s“ gab Klaus Weiß mit knapp der Hälfte seiner Sängerinnen und Sänger musikalische Einblicke in die Lebensweise der Nordländer.

Wenn auch der Andrang nicht so hoch war wie bei dem irischen Abend, so wurden die Gäste doch bestens unterhalten. In Originalsprache sangen sie finnisches und schwedisches Liedgut: von Landschaften und Buchten um die Seen Längelmävesi und Roine in Finnland oder von dem Värmeland an der Grenze zu Norwegen.

Immer ging es um die Liebe zur Natur. In Hugo Alféns „Uti var hage“ pflücken zwei Liebende im Garten die ersten Blaubeeren, winden sich aus den Blumen Kränze, um sie sich gegenseitig ins Haar zu stecken und tanzen schließlich.

Herzerfrischend war der „Sommarpsalm“, dessen Friede bei sonnigem und warmen Wetter zu spüren war.

„Vertrauen haben“, „sich selbst sein“, „stark und frei sein“, „das Leben spüren“ — so beschreibt Gabriella den Himmel, den sie sucht, und von dem sie schon ein Stückchen entdeckt hat.

Wie im Himmel aus dem gleichnamigen schwedischen Film von Regisseur Kay Pollak fühlten sich die Gäste im „Angie‘s“, denn neben der Musik servierte Wolfgang Rommel Köttbullar mit schwedischem Kartoffelsalat, schwedischen Lachs-Lauch-Kuchen und Seelachsfilet. Aquavit und Vodka rundeten die Getränkekarte ab.

Am kommenden Samstag ab 20 Uhr entführt das Stolberger Duo Josef Otten (Bass) und Theo Palm (Klavier) im Rahmen „Die Welt zu Gast im Angie‘s“ in die Welt der italienischen Musik.

Von Giulio Caccini (1551-1648), dem die Musikform der Monodie, dem Vorbild für Opernarien, zugesprochen wird, über Gioachino Rossini (1792-1868), Giuseppe Verdi (1813-1901) und viele andere Komponisten bis Lucio Dalla (1943-2012), einem der populärsten Musiker, Komponisten und Sänger des 20. Jahrhunderts, erklingen Lieder und Arien, aber auch instrumentale Stücke.

Die weiche, dennoch kraftvolle Bassstimme Ottens und das brillante Klavierspiel Theo Palms versprechen erneut einen sehr abwechselungsreichen Abend in Angie‘s Bistro. Der Eintritt ist frei. Italienische Speisen vom Chefkoch „Wollito Rommelo“ sorgen mit der Musik und italienischen Getränken für einen schönen Abend mit mediterranem Flair.

(mlo/hje)
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