1. Lokales
  2. Stolberg

Stolberg: Schützen liebäugeln mit Zweifaller Sportplatz

Stolberg : Schützen liebäugeln mit Zweifaller Sportplatz

Kurz gefasst könnte man sagen: Alle Augen sind auf die Stadt gerichtet. Doch ganz so einfach ist die Situation dann doch nicht, wie Bürgermeister Ferdi Gatzweiler betont.

„Es wird Ende des Monats ein Gespräch mit allen Beteiligten geben. Danach werden wir wissen, ob es eine Lösung des Problems gibt.” Die Beteiligten, das sind in erster Linie die Vertreter der Grundschule Zweifall und die örtlichen Schützen. Aber auch der Vorstand des VfL Vichttal ist mittlerweile involviert in die intensiven Bemühungen, eine neue Bleibe für die Schützenbruderschaft St. Sebastianus zu finden.

Aus der Schule, das haben Leiterin Monika Braune und die Fördervereinsvorsitzende Andrea Prym-Bruck unmissverständlich erklärt, sollen die Sportsfreunde - möglichst schnell und spätestens bis Mitte August - heraus. „Eigenbedarf” für den bis dato von Schießbrüdern und Schülern gemeinsam genutzten Kellerraum wird als Grund angegeben; aber auch der Wunsch, den seit Jahren von der Schule als unhaltbar eingestuften Zustand endlich zu beenden, steckt hinter der Initiative, die vordergründig bedingt ist durch die Erweiterung des Gebäudes und die räumlichen Einschränkungen, die die Baustelle ab dem neuen Schuljahr mit sich bringen wird.

Einigkeit herrscht auch über die konkrete Alternative, die sich bietet: der Sportplatz Brändchen. Den wird der VfL Vichttal als Nachfolgeverein des VfL Zweifall im nächsten Jahr aufgeben und den Vichter Dörenberg beziehen, wo ein Kunstrasenplatz entstehen soll.

Wenn die Fußballer ihre Zelte abbauen, aber ihre Holzhäuser stehen lassen, würden die Schützen nur allzu gerne als Nutzer folgen. Ursprünglich wollte der VfL seine komplette Infrastruktur abbauen und mit nach Vicht nehmen. Ändern würde er seine Pläne dem Vernehmen nach, wenn ihm eine entsprechende finanzielle Entschädigung gezahlt würde, die dann wiederum in die neue Anlage auf dem Dörenberg einfließen könnte. Für Ferdi Gatzweiler ist das allerdings ein Politikum, und kein laufendes Geschäft der Verwaltung. „Deshalb muss auf jeden Fall der Rat einen Beschluss fassen”, so der Bürgermeister.

Eine kurzfristige Lösung wird es alleine schon aus diesem Grund nicht geben. Und somit muss auf jeden Fall eine Interimsregelung her.