Stolberg: Schüler für historische Spurensuche ausgezeichnet

Stolberg : Schüler für historische Spurensuche ausgezeichnet

Die Person Friedrich Lengfeld werden wohl nur die wenigsten kennen. Doch genau so eine Person wie Lengfeld hatten Simon Evertz und Thomas Mertens auch gesucht. Die beiden Schüler aus der Jahrgansstufe elf des Goethe-Gymnasiums nahmen nämlich am Geschichtswettberwerb des Bundespräsidenten mit dem Thema „Helden: verehrt - verkannt - vergessen” teil.

Sie zählen mit ihrem Beitrag über Friedrich Lengfeld zu den Landessiegern des Wettbewerbs, die im Haus der Geschichte in Bonn von Kultusministerin Barbara Sommer ausgezeichnet wurden. Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für Jugendliche in Deutschland. Durchschnittlich über 5000 Teilnehmer gehen alle zwei Jahre auf historische Spurensuche. In sechsmonatigen Projekten erforschen sie Geschichte, die an ihrem Wohnort stattgefunden hat. Sie recherchieren in Archiven, interviewen Zeitzeugen und befragen Experten.

In diesem Jahr wurden über 1800 Beiträge beim Geschichtswettbewerb eingereicht. Thomas Mertens und Simon Evertz fanden in Lengfeld, der bei dem Versuch, während der Hürtgenwaldschlacht einem verwundeten amerikanischen Soldaten zu helfen, selber durch eine Mine ums Leben kam, ihren vergessenen Helden und dürfen sich wie die 79 anderen NRW-Gewinner über das Preisgeld von 250 Euro freuen. Darüber hinaus haben die Schüler, die bei ihrer Arbeit von ihrem Geschichtslehrer Bernhard Zimmermann-Buhr als Tutor betreut wurden, auch die Chance auf einen von 50 Bundespreisen, dessen Gewinner am 6. November bekannt gegeben werden.

Die Schülerin Susanne Lang, ebenfalls aus der Jahrgangsstufe elf des Goethe-Gymnasiums, nahm auch mit Erfolg am Geschichtswettbewerb teil. Sie hat für ihren Beitrag über den Stolberger Pfarrer Fritz Keller, der während der Nazi-Diktatur wegen Widerstand hingerichtet wurde, einen Förderpreis und ein Preisgeld in Höhe von 100 Euro erhalten.

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