Schüler auf den „Brettern, die den Tod bedeuten“

Von: fay
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„Bretter, die den Tod bedeuten“: So lautete der Titel des Theaterstücks, das die Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums jetzt zweimal aufführten. Foto: J. Faymonville

Stolberg. „Es wurde geschrien, gefallen und gelacht.“ So beschrieb Gabi Knoth, stellvertretende Rektorin des Ritzefeld-Gymnasiums, den Theaterabend in der Aula der Schule. Und besser lässt sich die Aufführung des Literaturkurses der Q1 wohl nicht zusammenfassen.

Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Andrea Hager gelang es denn 17 Schülern, das Publikum mit dem Stück „Bretter, die den Tod bedeuten“ zu begeistern. Auf der Bühne wurden dabei gleich zwei Kriminalfälle gelöst.

Aber von Anfang an: Schauplatz ist ein Theater, das vor einigen Problemen steht. Die Techniker machen mehr kaputt, als sie reparieren, die Darsteller streiten sich ununterbrochen, und der arrogante Hauptdarsteller, Alex Strong (Hendrik Gielchen), kann seinen Text nicht. Die bevorstehende Aufführung eines Sherlock-Holmes-Stückes droht ein Reinfall zu werden.

Zu allem Überfluss wird während der Proben plötzlich Blut in der Garderobe von Alex Strong gefunden und dieser ist verschwunden. Die verzweifelte Regisseurin (Pia Kraushaar) alarmiert die Polizei. Es folgt der Auftritt des abgedrehten und tollpatschigen Inspektors (Karim Aatach) und seiner klugen Assistentin Katy (Hannah Brückner). Diese machen sich sogleich an die Arbeit.

Sorgfältige Beweissammlung

Wobei schnell klar wird, dass sich eigentlich nur die Assistentin der sorgfältigen Beweissammlung widmet. Der Inspektor will davon nichts wissen. Er befragt die Theaterkollegen des Vermissten lieber direkt nach ihren Alibis. Dabei verrät er allerdings Dinge aus dem laufenden Ermittlungsverfahren und bringt den Tatort durch seine Tollpatschigkeit durcheinander.

Was die beiden Ermittler, anders als das Publikum, zu diesem Zeitpunkt nicht wissen: Alex Strong hat seinen vermeintlichen Tod nur inszeniert, um mit einem Mordfall für einen schlechten Ruf des Theaters zu sorgen. In Wahrheit ist er Schauspieler des Konkurrenztheaters und versucht, die geplante Aufführung vollständig zu ruinieren. Während der Inspektor und seine Assistentin weiter versuchen, den Fall des verschwundenen Alex Strong zu lösen, gehen die Proben für das Sherlock-Holmes-Stück mit einem neuen Hauptdarsteller weiter.

Anfängliche Probleme

Sherlock Holmes (Tobias Steudel) und Dr. Watson (Soukaina Azzaoui und Antonia Weyers) lösen ebenfalls einen Mordfall, den das Publikum gespannt verfolgt. Doch die anfänglichen Probleme bei den Proben gehen weiter. Zwei Darstellerinnen, die beide in Alex Strong verliebt sind, beschuldigen sich gegenseitig, den vermeintlichen Mord begangen zu haben, und der Darsteller des Priesters glaubt in beiden Mordfällen an ein wahres Teufelswerk. Doch das Ensemble schafft es bis zum Ende zu proben.

Der eitle Sherlock Holmes und der clevere Dr. Watson können trotz aller Streitigkeiten ihren Mordfall lösen. Und auch der Inspektor glaubt, den Mörder von Alex Strong fast gefunden zu haben. Für ihn kommen nur zwei Verdächtige als mögliche Täter in Frage. Die Theaterleiterin, da ihr Briefbeschwerer als Tatwaffe benutzt wurde, oder eine der in Alex Strong verliebten Darstellerinnen, die ihn möglicherweise aus Eifersucht ermordet hat.

Letztlich ist es aber die kluge Assistentin Katy, die es schafft, den Fall zu lösen. Ihre Untersuchungen haben ergeben, dass das gefundene Blut nicht echt ist. In diesem Moment wird Alex Strong gefunden, der sich unter der Bühne versteckt hielt. Er gesteht, seinen Tod nur vorgetäuscht und sich in die Theaterbesetzung geschleust zu haben, um die Aufführung zu sabotieren. Damit ist auch dieser Fall gelöst und Alex Strong wird festgenommen.

Der Applaus des Publikums war nach der gelungenen Aufführung des Literaturkurses groß. Ein halbes Jahr hatten die Schüler unter der Leitung von Andrea Hager geprobt. Dabei gab es „das übliche Chaos, aber in erster Linie hatten wir alle viel Spaß zusammen“, erzählt Andrea Hager. „Das Engagement der Schüler war groß. Jeder wollte eine Rolle haben. Indem wir das Stück um ein paar Szenen erweiterten, hat auch jeder eine bekommen.“ Zweimal wurde das Stück aufgeführt.

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