Stolberg: Schevenhütter Brücke wird zum Nadelöhr

Stolberg: Schevenhütter Brücke wird zum Nadelöhr

Wenn es um die Sicherheit der Bürger geht, kennt das Land Nordrhein-Westfalen kein Pardon. Das gilt auch für die L 12 in Schevenhütte. Weil die Brücke auf der dortigen Nideggener Straße marode ist, wurde jetzt kurzfristig eine Spur gesperrt.

Untersuchungen hatten zuvor ergeben, dass die Tragfähigkeit des Bauwerkes nicht mehr in vollem Umfang gegeben und das gleichzeitige Befahren in beide Richtungen nicht mehr zu verantworten ist.

In der Bevölkerung hat die Maßnahme für Irritationen gesorgt, und nicht jeder Betroffene zeigt sich begeistert. „Große Fahrzeuge passen hier gar nicht mehr durch. Und der Rückstau führt dazu, dass die Verkehrsbelastung für die Anwohner noch größer wird”, klagt Talha Aydin.

Eine Alternative zu der einseitigen Sperrung, das erklärte der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz (CDU) am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung, gebe es aber nicht. „Aufgrund des Zustandes der Brücke musste sofort gehandelt werden.”

Um das gegenläufige Befahren an dieser Stelle auch verlässlich zu unterbinden, sollen laut Wirtz in Kürze Poller angebracht werden. „Auch wenn es manchem vielleicht schwerfällt, müssen wir die Situation hier vorübergehend als Baustelle betrachten und akzeptieren.”

Und das wohl für einen längeren Zeitraum. Bis zu 200.000 Euro wird die Sanierung des Brückenwerkes kosten. „Dieses Geld steht für 2011 nicht zur Verfügung”, betont der CDU-Politiker. Gleichwohl werde er sich dafür einsetzen, dass die erforderlichen Mittel im kommenden Jahr frühzeitig bereitgestellt werden können. „Ich gehe davon aus, dass die Sanierung im ersten Halbjahr realisiert werden kann.”

Bis dahin wird es auf der Nideggener Straße ein Nadelöhr geben.

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