Stolberg: Sayett-Garten verliert mehr als die Hälfte seiner Fäden

Stolberg: Sayett-Garten verliert mehr als die Hälfte seiner Fäden

Mit leichten Anpassungen hat der Ausschuss für Stadtentwicklung einstimmig die Ausführungsplanung für das Quartier Frankental beim Planungsbüro Club 94 beauftragt, das beim Gestaltungswettbewerb mit der Idee, den Bastinsweiher wieder als Weiher zu gestalten, als Sieger hervorgegangen war.

Die wichtigste Veränderung betraf die Wiese Frankental, aus der ein Sayett-Garten entstehen soll. Dazu sollen unter anderem 20 Zentimeter breite weiße Pflasterbänder den Rasen durchziehen, um an die historische Weberei zu erinnern. Die Anzahl der Bänder soll nun um mehr als 50 Prozent reduziert werden, um sicher zu gehen, dass der Sayett-Garten bei einer Nutzung, etwa durch Kirmesgeschäfte, keinen Schaden nimmt.

Die Planer hatte auch vorgeschlagen, bei der Neugestaltung der Jordanstraße die Fahrbahn zwischen Parkplätze am Sayett-Garten und Außengastronomie vor den Geschäften zu pflastern. Damit konnte sich zumindest SPD-Sprecher Rolf Engels nicht so recht anfreunden. Vor der Ausschreibung soll die Entscheidung zwischen Pflaster und Asphalt fallen.

Auf das Niveau des Bürgersteigs angehoben werden sollen — und das soll für alle Ausbaubereiche von Salm- und Rathausstraße gelten — die Parkplätze, die vor Restaurants und Gaststätten liegen. Auf diese Weise soll es den Betreibern erleichtert werden, eine Außengastronomie anbieten zu können.

Nicht umgesetzt werden kann der Gedanke, das derzeitige Geländer des Bastinsweihers als Umzäunung des neu entstehenden Mühlenspielplatzes am Rande der Flora zu nutzen. Das liegt am ungewissen Zustand der historischen Eisenrosetten, so die Verwaltung, und an der vorhandenen Länge: Es gebe zwar theoretisch 76 Meter altes Geländer, benötigt werden nur 75 laufende Meter neues Geländer. Dennoch sei es damit nicht gesichert, die Umzäunung komplettieren zu können. Zudem sei die Sanierung des Altbestandes wesentlich teurer als ein neues Gitter aus dem Katalog. Modellbootfahrer können sich die über einen eigenen Hafen freuen. Im Bereich der Holzterrasse wird das Ufer des Weihers so weit abgesenkt, dass die Boote einen sicheren Stapellauf erleben.

Für die Rathausstraße wird es eine weitere Variante geben für den Bereich zwischen Schellerweg und Steinfeldstraße: den Umbau nach heutigem Vorbild. Ein weitere Alsternative zwischen Villa Lynen und Schauburg ist, die Fahrbahn der Rathausstraße in Richtung Kupferhof zu verschieben, damit vor den Geschäften der Gehweg verbreitet werden kann.

(-jül-)
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