Stolberg-Donnerberg: Sause unterm Sender: Stimmung wie bei einem Rockfestival

Stolberg-Donnerberg: Sause unterm Sender: Stimmung wie bei einem Rockfestival

Rotes, blau­es und lila Licht taucht die Pfarrwiese vor St. Josef in Festival-Stimmung. Es gibt Würstchen und Steaks vom Grill, kühle Getränke an den Theken und drei Bands, die mit ihrer Musik unterhalten. Zum sechsten Mal findet die Sause unterm Sender am Pfingstwochenenden auf dem Donnerberg statt.

Das Team der Kleinen Offenen Tür St. Josef (KOT) und ihr Leiter Jörg Beißel sind drei Tage lang im Dauereinsatz, um ihren Gästen eine gute Veranstaltung zu bieten.

Gleich zu Beginn überrascht die Schülerband „Street Kids“. Selbstbewusst stehen die sechs Musiker auf der Bühne, gegenüber an der Kirchenmauer regelt ihr Techniker den Sound am Mischpult. Das jüngste Mitglied der Band ist 11, das älteste 16 Jahre alt. „Wir haben schon vor mehr Leuten gespielt und auch auf dem Donnerberg hat es uns gut gefallen“, sagt Erik Gilles, der E-Gitarrist. Die Street Kids spielen Songs von den Toten Hosen, eigene Kompositionen und den Karnevalshit „Kölsche Jung“. So gut, dass Teamer Carsten Nellißen den Street Kids aus Mausbach in seiner Moderation die Bühnen des Donnerberger Karnevals verspricht. „Was ihr uns hier geboten habt, ist phänomenal.“

Ungewöhnlich, aber überzeugend ist die Zwei-Mann-Kapelle „Die Olli- und die Tobi-Show“. Die Musiker Olli Karl und Tobi Campmann covern mit Gitarre und Sampler. Per Knopfdruck machen sie sich Hip-Hop-Songs zu eigen oder verleihen „Jeanie in a Bottle“ von Christina Aguilera ihren „AcousticFunSound“. Als Headliner tritt die Aachener Band „FaltenRock“ auf. In bester Laune covern die Musiker Rocksongs der 60er, 70er und 80er Jahre — zum Mittanzen. Klassiker wie „Purple Rain“ von Prince mit feinem Gitarrensolo und „Like the Way I do“ von Melissa Etheridge begeistern das Publikum.

Trotz Kälte war die Sause auch in diesem ein Erfolg für die KOT. Jedes gekaufte Bier und jede gegessene Wurst unterstützen die Arbeit der Kinder- und Jugendeinrichtung. „Wir sind sehr dankbar, dass die Nachbarn Verständnis haben, wenn wir einmal im Jahr spät abends noch Programm haben“, sagt Leiter Jörg Beißel. Um kurz nach Mitternacht sind die bunten Lichter aus — und die Ehrenamtler dürfen auf ihre Veranstaltung anstoßen.

(houb)
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