Stolberg-Münsterbusch: „Russisches Roulette“ auf der Kreisstraße 13 soll bald ein Ende haben

Stolberg-Münsterbusch : „Russisches Roulette“ auf der Kreisstraße 13 soll bald ein Ende haben

Wer kennt das nicht von der Kreisstraße 13? Es ist nach 20 Uhr, und man möchte von den Einkaufsmärkten an der Mauerstraße nach Büsbach. Spätestens an Münsterbusch Kreuz kann man eine unfreiwillige Pause einlegen. „Aussteigen und Blumenpflücken während der Fahrt ist aber verboten“, spotten dann ältere Stolberger in Anlehnung an die Anfänge des Dampflokzeitalters und harren der Dinge, die da kommen.

Die Ampel an der Einmündung der alten Prämienstraße ist zu Schwachlastzeiten eine Zumutung — für den Verkehr wie für die Anwohner. Minutenlang zeigt sie ihr sattes Rot. Derweil wechselt die Lichtzeichenanlage am Abzweig zum „Schafberg“ ein halbes Dutzend Mal ihre Farbkombinationen durch.

Nicht alle Autofahrer bringen die in Münsterbusch erforderliche Geduld auf. Immer wieder kann man es erleben, dass sie statt sich hinter den vor der Ampel wartenden Autos vorbei an der Verkehrsinsel über die Gegenfahrbahn auf und davon machen wollen — ein riskantes Spiel.

Doch dieses russische Roulette der Münsterbuscher Art soll nun ein Ende haben. „Wir haben uns alle Lichtzeichenanlagen auf der Strecke bis zur Büsbacher Kreuzung vorgenommen“, sagt Holger Benend. Wobei der Sprecher der Städteregion ausdrücklich die Ampel an der Kreuzung der Kreisstraße mit der Landesstraße 220 ausnimmt. Denn für die ist der Landesbetrieb Straßenbau zuständig. Aber alle Ampeln der Kreisstraße sind auf eine neue Technik umgestellt worden. Alle? Fast! Bis auf eine, die besagte am Münsterbuscher Kreuz. Das hat natürlich einen Grund: ein Kabelfehler im Untergrund. Und der soll in Kürze selbstverständlich auch behoben werden, versichert Benend. Dafür müssen aber die Bagger anrücken.

Eingerichtet worden ist auf der kompletten Prämien- und Mauerstraße eine verkehrsabhängige Steuerung der Ampeln. Erkennbares Zeichen dafür sind auch Messeinrichtungen, die oben auf den Ampelmasten angebracht sind: Radardetektoren, die anhand der erfassten Fahrzeuge die Schaltung der Ampeln auf der Kreisstraße steuern.

„Man braucht aber keine Angst zu haben“, schmunzelt Benend. „Knöllchen kann diese neue Anlage nicht liefern.“